J.D. Power Studie Autofahrer nutzen neue Technik im Auto nicht

Käufer, die zum ersten Mal eine Pkw mit Head-Up-Display fahren, nutzen diese Technik nicht, wenn sie ihnen nicht beim Kauf erklärt wird.
Käufer, die zum ersten Mal eine Pkw mit Head-Up-Display fahren, nutzen diese Technik nicht, wenn sie ihnen nicht beim Kauf erklärt wird.

Ob Einparkhilfe oder Head-Up-Display – Systeme, die das Fahren komfortabler und sicherer machen, gibt es mittlerweile etliche. Doch nutzt der Fahrer diese auch? Die Unternehmensberatung J.D.Power hat sich mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt.

Moderne Fahrzeuge verfügen über immer mehr Fahrerassistenz- und Infotainment-Systeme, die allerdings unterschiedlich genutzt werden. Und manche Funktionen werden nach Aussagen der Analysten von J.D. Power auch gar nicht genutzt. Sie haben in den USA eine Umfrage durchgeführt, die ergab, dass 20 Prozent von 4.200 Besitzern eines Neuwagens innerhalb von 90 Tagen nach dem Kauf 16 von 33 in einer Umfrage aufgeführten Funktionen nicht benutzt oder ausprobiert haben.

Head-Up-Displays, automatisches Einparken oder In-Vehicle-Apps wurden von gut einem Drittel der Befragten noch nie eingesetzt. Apple CarPlay oder Google Android Auto? Weder noch sind sich 20 Prozent sicher. Bei den »Technikverweigerern« handelt es sich durchaus nicht um Senioren. Auch 20 Prozent der jungen Leute (Jahrgänge 1977 bis 1994) setzen 23 der genannten 33 Funktionen, zumeist Car-Entertainment-Systeme, nicht ein. Fazit: Sicherheit und Komfort ja, Unterhaltung oder simple Internetnutzung nein.

Ursachen für derartiges Verhalten?

  • Smartphone- oder Tablet-Nutzung ausreichend
  • Funktionen sind im Gesamtpaket enthalten, aber nicht speziell angefragt
  • Funktionen wurden vom Händler nicht erklärt. Der Fahrzeugeigentümer weiß daher entweder nicht, dass sein Fahrzeug darüber verfügt oder er weiß schlicht und einfach nicht, wie er sie nutzen soll.