Hochautomatisiertes Fahren Autobahnpilot in fünf Jahren technisch serienreif

Seit Anfang 2013 erprobt Bosch das automatisierte Fahren im öffentlichen Straßenverkehr; 2020 soll der Autobahnpilot technisch serienreif sein.

Boschs Forschungen im Bereich automatisiertes Fahren zeigen Früchte: Nachdem der Zulieferer mit einem Prototypen seines Highway Assit in den USA bereits Fahrten von der Autobahnauffahrt zur -ausfahrt auf wechselnden Highways realisiert hat, soll der Autobahnpilot 2020 technisch serienreif sein.

In knapp 5 Jahren will Bosch eine Funktion auf den Markt bringen, die dem Autofahrer die Entscheidung überlässt, selber zu fahren oder sich lieber fahren zu lassen. »Mit unserem Autobahnpiloten könnten Autos ab 2020 hochautomatisiert über die Autobahn fahren«, betont Dr. Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung von Robert Bosch. (Hoch-)automatisiertes Fahren erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr, stellt gleichzeitig aber auch große Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Technik und macht tiefgreifende Veränderungen der Fahrzeugarchitektur erforderlich. »Aus technischer Sicht sind wir bei Bosch in der Entwicklung auf einem guten Weg «, so Hoheisel.

Was technisch bereits heute möglich ist, zeigt das Unternehmen auf der Autobahn A81 und der US-Interstate I280. Seit Anfang 2013 sind Ingenieure hochautomatisiert auf öffentlichen Straßen unterwegs – anfangs mit Erprobungsfahrzeugen auf Basis des BMW 3er Touring, seit Mitte 2015 auch mit dem Tesla Model S. Insgesamt wurden bereits mehr als 10.000 Testkilometer absolviert. Die Fahrzeuge bewegen sich selbständig durch den Verkehr – beschleunigen, bremsen, überholen. Wann sie den Blinker setzen und die Spur wechseln, entscheiden die Bosch-Autos – abhängig von der Verkehrssituation – ganz allein. Basis dafür ist ein präzises, von Sensoren erzeugtes Bild des Fahrzeugumfelds. Zusätzlich liefert der Kooperationspartner TomTom hochgenaue Kartendaten.