Continental mit fünfter Radargeneration Anforderungen des automatisierten Fahrens realisieren

Durch 77 GHz-Technologie, steigt die Auflösung der Sensoren weiter und ermöglicht beispielsweise eine genauere Detektion kleinerer Gegenstände.
Durch 77 GHz-Technologie, steigt die Auflösung der Sensoren weiter und ermöglicht beispielsweise eine genauere Detektion kleinerer Gegenstände.

Continental hat die fünfte Generation seiner Nah- und Fernbereichsradarsensoren vorgestellt, die ab 2019 in Serie geht. Diese Generation basiert auf einem skalierbaren Baukastenprinzip, das mit seinen abgestuften Funktionsumfängen verschiedene E/E-Architekturen der Fahrzeughersteller unterstützt.

Durch den Trend auf 77-GHz-Technologie zu setzen, steigt die Auflösung der Sensoren weiter und ermöglicht beispielsweise eine genauere Detektion kleinerer Gegenstände, wie ein verlorenes Reserverad oder ein abgefallener Auspuff. Beim Fernbereichsradar sind je nach erwünschter Leistung in der obersten Ausbaustufe bis zu 300 m Reichweite und ein Öffnungswinkel von ±60° möglich. Mit dem Nahbereichsradar lassen sich erstmals neben Funktionen wie Toter-Winkel-Warnung, Spurwechselassistent oder Ausparkhilfen auch präzise Einparkfunktionen einfach realisieren.

Zu den Merkmalen der neuen Generation gehört unter anderem eine höhere Auflösung im Vergleich zu den vorherigen Radargenerationen, durch die ein exakteres Bild der Verkehrssituation gewonnen wird. Darüber hinaus kann durch die Elevations-Messfähigkeit auch die Höhe von Objekten bestimmt werden. Hiermit können beispielsweise Stauenden unter einer Brücke oder auch Straßenbegrenzungen wie Randsteine erkannt werden. Schon die Einstiegsvariante des Fernbereichsradars hat eine Reichweite von 200 m und einen Öffnungswinkel von ±45°. Die in Vorbereitung befindliche Ausbaustufe wird 300 m nach vorne schauen, und das mit ±60° Öffnungswinkel.

Werden vier der Nahbereichsradarsensoren an den jeweiligen Fahrzeugecken verbaut, so ermöglichen der verbesserte Öffnungswinkel und die höhere Auflösung einen nahtlosen 360°-Radar-Sicherheitsgürtel rund um das Fahrzeug. Solch detailgetreue und nahtlose Darstellung der gesamten Fahrzeugumgebung ist wichtig, damit beim automatisierten Fahren die Aufgaben des Fahrers durch das Fahrzeug übernommen werden können. Im Zusammenspiel mit weiteren Sensoren wie Kamera, Surround-View-Systeme und 3D Flash Lidar rückt damit das Ziel, ein dem Menschen gleichwertiges oder besseres Verständnis des Fahrzeugumfeldes zu erreichen, näher.

Eine bewährte Stärke der Radarsensoren von Continental findet sich ebenfalls in der fünften Generation: Das sogenannte Auto-Alignment korrigiert Abweichungen von der Ideallage des Sensors am Einbauort im Fahrzeug automatisch durch eine Software-Funktion.