e-mobil BW-Studie »Automatisiert. Vernetzt. Elektrisch« Analyse der Entwicklung von automatisiertem Fahren und Elektromobilität

Die e-mobil BW-Studie »Automatisiert. Vernetzt.Elektrisch. - Potenzial innovative Mobilitätslösungen für Baden-Württemberg« analysiert die Entwicklung von automatisiertem Fahren und Elektromobilität.
Die e-mobil BW-Studie »Automatisiert. Vernetzt.Elektrisch. - Potenzial innovative Mobilitätslösungen für Baden-Württemberg« analysiert die Entwicklung von automatisiertem Fahren und Elektromobilität.

Die e-mobil BW-Studie »Automatisiert. Vernetzt. Elektrisch. – Potenziale innovativer Mobilitätslösungen für Baden-Württemberg« analysiert den von der Entwicklung des automatisierten Fahrens und der Elektromobilität angetriebenen Wandlungsprozess und beleuchtet im Sinn eines Kompendiums die technologischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekte des Themas.

Die Studie wurde gemeinsam von der Prognos AG, dem Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, dem Lehrstuhl für Wirtschafts-, Unternehmens- und Technikrecht der Technischen Universität Berlin und der TÜV Rheinland Consulting GmbH im Auftrag der Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg e-mobil BW erstellt. Von den Autoren wurden Ziele und Ergebnisse von veröffentlichten Studien und aktuellen Forschungsprojekten analysiert und vertiefende Expertengespräche mit zumeist baden-württembergischen Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft geführt.

Im Mittelpunkt der Studie stehen die technologischen und rechtlichen Rahmenbedingungen des automatisierten und des vernetzten Fahrens sowie die Auswirkung auf das zukünftige Verkehrssystem. Weitere Schwerpunkte der Studie sind die Abschätzung der wirtschaftlichen Bedeutung der Entwicklungen und die Implikationen für die Wertschöpfungskette am Standort Baden-Württemberg.

Ausgewählte Ergebnisse:

  • Vernetzung und Automatisierung können als selbständige Technologiebereiche voneinander unabhängig existieren. Ihre Verknüpfung führt aber zu intelligenteren Lösungen. Die beiden Bereiche wachsen in Zukunft immer weiter zusammen.
  • Automatisierung und Elektromobilität sind nicht direkt gekoppelt. Es gibt aber technische Anknüpfungspunkte und darüber hinausgehende Rahmenbedingungen, die Synergien für eine parallele Weiterentwicklung erwarten lassen.
  • Automatisierung und Vernetzung bieten ein großes Potenzial für ein verbessertes Verkehrsmanagement und eine Erhöhung der Verkehrseffizienz. Sie können durch verbesserte Information, kollektive Beeinflussung und Stabilisierung des Fahrverhaltens einen Beitrag zur Homogenisierung des Verkehrs leisten und die Verkehrssicherheit erhöhen.
  • Der rechtliche Rahmen für Vernetzung und Automatisierung muss an vielen Stellen noch geklärt und präzisiert werden.
  • Die spurgenaue Fahrzeuglokalisierung ist von essentieller Bedeutung für das automatisierte Fahren. Notwendig ist vor allem hoch genaues Kartenmaterial.
  • Datenfusion und Interpretation sowie die Prognose des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer in komplexen Umgebungen und bei widrigen Bedingungen werden ein technologischer Schlüssel sein, um automatisiertes Fahren zu ermöglichen.
  • Der Mischverkehr und die Interaktion von automatisiert fahrenden Fahrzeugen mit nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern stellen eine besondere Herausforderung dar.
  • Testfahrten zum automatisierten und vernetzten Fahren sind je nach Anwendungsreife und Testgegenstand in dafür ausgewiesenen Gebieten oder frei im öffentlichen Verkehrsraum notwendig. Damit ist es möglich, sowohl neuartige Technologien mit der notwendigen Infrastruktur zu testen als auch die Tauglichkeit der fortgeschrittenen Entwicklungen im realen Verkehr zu untersuchen.

Für eine zukunftsorientierte wirtschaftliche Regionalentwicklung gilt es, die technologischen Schlüsselthemen weiter voranzutreiben und zu erforschen.