Adascar-Familie von Leoni bekommt Zuwachs

Die Business-Unit Automotive Cables von Leoni hat ihre Familie mehradriger Fahrzeugleitungen Adascar um fünf Applikationsfelder erweitert.

Neben den ABS-Leitungen werden nun auch geschirmte und ungeschirmte
Mantel-Leitungen verschiedenster Material-Kombinationen gegliedert nach ihrem Einsatzgebiet unter dem Markennamen Adascar geführt.

Die Adascar-Familie stellt sich ab sofort wie folgt dar:

  • Adascar Safety: Airbag, Gurt, Pre-crash-, Frühwarn- und Schließsysteme, Einklemmschutz, Fahrwerksicherheit und Abstandsregler
  • Adascar Comfort: Dach-, Sitz-, Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme, Einparkhilfen etc.
  • Adascar Power: Beleuchtungs- und Verkabelungssysteme, Verdrahtung der Elektroinstallation, Motorraum etc.
  • Adascar Control: Sensoren für Regen-, Gewichts- und Insassenerkennung, Füllstand, Lamdasonde und Anwendungen mit Kapazitäts- / Induktivitätsanforderungen
  • Adascar Truck: Verbindungsleitung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger oder Sattelauflieger, Beleuchtungs- und Verkabelungssysteme, Leitungen mit ADR-Approval etc.
  • Adascar Wheel Sensor: ABS, ESP, BVA (bereits am Markt etabliert)

Die neuen Technologien der Produktreihe Adascar Safety, wie Pre-Crash-Sensorik, reagieren bereits vor Entstehung des Unfalls und erhöhen die Sicherheit im Pkw. Bei einer Kollision erkennen die Aufprall-Sensoren die rapide Verzögerung und senden ein Signal an das Steuergerät. Wenn die Verzögerungswerte einem schweren Frontal-Aufprall entsprechen, werden die vorderen Airbag-Gasgeneratoren ausgelöst.

Zusammen mit dem Frontairbagsystem wird das Gurtstraffersystem aktiviert. Wenn die Verzögerungswerte einer schweren seitlichen Kollision entsprechen, wird der Seitenairbag-Gasgenerator auf der Aufprallseite ausgelöst und die Gasgeneratoren blasen die jeweiligen Airbags mit Stickstoff oder Argon auf. Das Gurtstraffersystem wird nicht aktiviert. Das System kann zusätzlich noch mit einer Gurtschloss-Erkennung gekoppelt werden. So kann der Airbag erkennen, ob der Insasse angeschnallt ist und seine Leistung dementsprechend anpassen.

Die Gurtstraffer zählen wie die Airbags zum passiven Sicherheitssystem eines Fahrzeuges. Sie sollen während eines Unfalles die Sicherheitsgurte straffen, damit der Fahrzeuginsasse schneller an der Gesamtverzögerung des Fahrzeuges teilnimmt. Der Gurtstraffer kann entweder in dem Gurtaufroller, unterhalb des Gurtschlosses und/oder an der Verankerung des Gurtes integriert sein. Als Energielieferant wird entweder eine gespannte Feder (mechanische Einheit) oder eine kleine Sprengladung (pyrotechnische Einheit) verwendet. Um nach dem Straffen des Gurtes die Kräfte nicht zu stark anwachsen zu lassen, wurde von Leoni ein Gurtkraft-Begrenzer entwickelt.

Bei einem Heckaufprall verhindert die aktive Kopfstütze eine Überdehnung der Halswirbelsäule. Beim Heckcrash schwenkt dazu die komplette Kopfstütze nach vorn zum Kopf. Durch zwei zusätzliche Crashsensoren im Fahrzeugheck wird bei einem Auffahrunfall der Gasgenerator in der Rückenlehne angesteuert. Dieser aktiviert den Verschiebe-Mechanismus und die Kopfstütze schwenkt nach vorne.