Volvo 360-Grad-Rundumsicht dank Sensorfusion

Im Rahmen des „Non-Hit Car and Truck Projekts“ entstand ein Assistenzsystem, das durch eine nahtlose 360-Grad-Rundumsicht um das Fahrzeug in einer Notsituation automatisch einen sicheren, kollisionsfreien Ausweichweg findet.
Das neue Assistenzsystem findet in Notfallsituationen automatisch einen Ausweichweg.

Volvo hat im Rahmen eines Kooperationsprojektes ein Assistenzsystem entwickelt, das in einer Notsituation automatisch einen sicheren, kollisionsfreien Ausweichweg findet. Größte Herausforderung war dabei, aus einer Vielzahl von Sensoren ein zusammenhängendes Erkennungssystem zu generieren.

Das schwedische „Non-Hit Car and Truck Projekt“, eine Kooperation zwischen Hochschulen und Industrie-Partnern, hat sich auf die Entwicklung neuer Techniken und die Verbesserung bestehender Systeme konzentriert – mit dem Ziel, sowohl bei Pkw als auch bei Nutzfahrzeugen das Unfallrisiko deutlich zu verringern. Bei der Entwicklung einer 360-Grad-Umsicht für Volvo ging es vor allem darum, aus einer Vielzahl von Sensoren, die rund um das Fahrzeug angeordnet sind, ein zusammenhängendes Erkennungssystem zu entwickeln. Dazu war die Entwicklung eines zentralen Steuereinheit erforderlich, die zum einen den effizienten Informationsaustausch zwischen den diversen Quellen – Kameras, Radar, Laser, GPS etc. – ermöglicht und zum anderen die Informationen der verschiedenen Quellen analysiert und verarbeitet.

So ist das System in der Lage, eine komplette 360-Grad-Sicht der Fahrzeugumgebung zu erzeugen und dabei alle potenziell gefährlichen Objekte zu erfassen, die der Fahrer normalerweise nicht sehen könnte. Die Projektteilnehmer konzentrierten sich dabei auf Sensoren, die sich für den praktikablen Einsatz in Automobilen eignen. Das ist essenziell, um diese Technik schon in naher Zukunft verwirklichen zu können.

Unterstützt wird die 360-Grad-Perspektive von einem neuen Sicherheitssystem, das in allen Verkehrssituationen hindernisfreie Fluchtwege identifiziert. Dieses mit Software-Unterstützung arbeitende Feature analysiert kontinuierlich die Fahrzeugumgebung und kann den Fahrer zudem per Notbremsfunktion und automatischem Lenkeingriff unterstützen. Zur Veranschaulichung der Funktionsweise wurden im Rahmen des Projekts zwei Testfahrzeuge gebaut.