Elektroindustrie in Ostdeutschland boomt

Der Elektroindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geht es sehr gut. Die Auftragsbücher sind voll und teilweise arbeiten die Unternehmen sogar an der Kapazitätsgrenze.

Das ist das Ergebnis einer Konjunktur-Umfrage des ZVEI von dem in ihm organisierten Unternehmen für das erste Halbjahr 2007.

So meldete über die Hälfte der Unternehmen eine Kapazitätsauslastung von über 90 Prozent. Teilweise sei sogar die Kapazitätsgrenze erreicht.

Selbst die Anzahl der Beschäftigten reicht nicht aus, so dass die Lücken mir Leiharbeitern gefüllt werden müssen, die mittlerweile sechs Prozent der Gesamtbeschäftigung ausmachen. Für die Ausbildungsplätze ist diese Entwicklung positiv: jedes dritte Unternehmen hat im zweiten Halbjahr 2007 mehr Auszubildende eingestellt.

Der Auftragsbestand hat sich seit dem ersten Halbjahr 2006 fast verdoppelt. In Sachsen, wo der größte Teil der Elektro-Unternehmen angesiedelt ist, seien die Auftragsbücher mitunter bis 2009 voll.

Für das gesamte Jahr wird ein Umsatzwachstum von 10 Prozent erwartet. Die kleineren Unternehmen konnten besonders im Inland ihre Umsätze steigern, wohingegen die großen Unternehmen bei den Geschäften im Ausland zulegen konnten. Durch die höheren Umsätze werden auch die Investitionen steigen.

Der ZVEI nannte als Grund für die »sehr gute« Situation der Unternehmen die verbesserten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.