Elektroindustrie: Der Rückgang verlangsamt sich

Die Elektroindustrie findet wieder langsam Boden unter den Füßen, doch Umsatz und Auftragseingang stabilisieren sich auf niedrigem Niveau.

Um 28 Prozent geringer war der Auftragseingang der Elektroindustrie in Deutschland im Juli verglichen mit dem Vorjahr. »Gegenüber den Vormonaten hat sich der Rückgang damit weiter verlangsamt«, erläuterte Dr. Andreas Gontermann, Chef-Volkswirt des ZVEI das Ergebnis.

Das Umsatzminus lag im Vergleich zum Vorjahr im Juli bei 23 Prozent, ebenfalls etwas weniger als noch in den Monaten zuvor. Im Gesamtzeitraum zwischen Januar und Juli lag laut ZVEI im Jahresvergleich das Minus beim Umsatz bei 27 Prozent, bei den Auftragseingängen bei 34 Prozent.
 
Die Produktionsplanungen der Elektrounternehmen haben sich im August zum dritten Mal in Folge verbessert. »15 Prozent der Firmen wollen ihren Ausstoß in den kommenden drei Monaten erhöhen. 69 Prozent planen ein gleich bleibendes Produktionsniveau, 16 Prozent wollen es zurückfahren«, so Gontermann.

Beim Ifo-Geschäftsklima haben sich die Erwartungen in der Elektroindustrie für die kommenden sechs Monate zum achten Mal in Folge verbessert. Erstmals seit Oktober 2007 liegen sie damit per Saldo wieder auf einem positiven Niveau. Auch die aktuelle Lage ist im August zum zweiten Mal nacheinander besser beurteilt worden als im Vormonat. Hier schätzen allerdings immer noch 45 Prozent der Elektrofirmen ihre Situation als schlecht ein. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende des ersten Halbjahres bei 826.000. Derzeit arbeiten 110.000 Beschäftigte kurz.