Einzelhandel beginnt mit der Kategorisierung »grüner« Produkte

Amazon.com und Walmart haben Programme und Marketingstrategien eingeleitet, um ihre Kunden wissen zu lassen, ob ein Produkt »grün« ist oder nicht. Ist dies der Anfang eines neuen Trends im Einzelhandel? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

21. August 2009 – Angesichts der zahlreichen staatlichen und industriellen »grünen Programme«, die überall auf der Welt im Gange sind, war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch der Einzelhandel ins Spiel kam. Da der Einzelhandel dem Verbraucher am nächsten ist, ist er vielleicht auch am besten in der Lage, das Bewusstsein für umweltfreundliche Produkte zu schärfen.

Das neueste Beispiel hierfür liefert Walmart. Das Unternehmen hat kürzlich angekündigt, eine Liste nachhaltiger Produkte zu veröffentlichen. Laut Mike Duke, Walmarts CEO, ist diese Liste die Antwort auf steigende Kundennachfrage nach »Produkten, die effizienter sind, länger halten und besser funktionieren«.

Zwar zielt das Walmart-Programm nicht direkt auf höhere Energieeffizienz der Produkte, doch die Pläne von Einzelhändlern (in diesem Fall dem weltgrößten), grüne Produkte zu bewerten, sollte alle Hersteller und Entwickler interessieren.

Und Walmart ist nicht der einzige Einzelhändler, der in die Sache einsteigt. Auch der Online-Händler Amazon.com hat auf seiner Website zahlreiche »grüne« Kategorien (Elektronik, Büromaterialien, Spielzeug) eingerichtet, die allesamt auf der Seite Amazon Green  zu finden sind. Amazon betreibt außerdem unter The Green Life einen eigenen »grünen Blog«, wo umweltfreundliche Produkte getestet und vorgestellt werden.

Nachdem der Trend jetzt in Gang gesetzt wurde, wird es interessant sein zu sehen, wie viele andere Einzelhändler mitziehen werden – und insbesondere, was die zahlreichen Umweltfreundlichkeitslabel tatsächlich über energieverbrauchende Produkte aussagen. Interessant ist auch, welchen Einfluss dies alles auf die staatlichen Programme haben wird. Werden die Programme miteinander harmonieren oder werden die Produkte mehrere Zulassungszeichen tragen?

Bleiben Sie dran.

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