Ein Stück Texas in Freising

Vor 47 Jahren hat Texas Instruments die deutsche Tochter in Freising gegründet. Sehr gut ausgebildete Mitarbeiter, die gute Infrastruktur und die enge Zusammenarbeit mit Universitäten sprechen nach wie vor für den Standort in Freising.

Inzwischen fühlen sich die Texaner in Freising schon als fast echte Bayern: Schon 1966 nahm Texas Instrument hier die Fertigung von Transistoren und Dioden auf. Seit dem hat TI den Standort mehrfach ausgebaut, 1976 entstand die Wafer-Fab, die TI 2000 und 2001 noch einmal kräftig erweiterte. Heute gehört die Fab zu den modernsten, die TI betreibt. Hier hat das Unternehmen den High-Speed-Digital-Prozess BiCOM3 entwickelt, mit dessen Hilfe beispielsweise schnelle Operationsverstärker und HF-ICs gefertigt werden. »Dieser Prozess ist ein echtes Differenzierungsmerkmal für TI«, freut sich Uwe Mengelkamp, Director DC/DC-Wandler von TI.

Insgesamt arbeiten in Freising einige Hundert Entwickler aus mehr als 40 Ländern. Unzählige ICs haben die Ingenieure hier über die Jahre entwickelt. So entstanden in Freising vor 14 Jahren die ersten Mitglieder der für ihre geringe Energieaufnahme bekannten Controller der MSP430-Familie. Die Ingenieure, die die Patente halten, arbeiten immer noch in Freising und bauen die MSP-Familie weiter aus.

Hier entwickelten die Designer auch kürzlich den TPS61200, ein Aufwärtswandler, der schon bei einer Spannung von 0,5 V anspringt und so beispielsweise zur Versorgung eines Handys über eine Solarzelle beiträgt.

Zu einer Zeit, in der viele Firmen händeringend nach guten Analog-Designern suchen, sieht Mengelkamp einen wichtigen Standortvorteil darin, dass es hier immer noch möglich ist, gut ausgebildete Ingenieure zu finden. »Wir arbeiten eng mit den Universitäten zusammen, insbesondere mit der TU München und der FH in Landshut«, so Mengelkamp. Der Vorteil gut ausgebildete Mitarbeiter zu bekommen, gilt nach seiner Ansicht nicht nur für die Ingenieure: »Ganz allgemein ist die Ausbildung in Deutschland immer noch sehr gut.« Doch sollte sich niemand auf diesen Lorbeeren ausruhen. »Die asiatischen Länder investieren sehr stark in ihre Universitäten und insbesondere in die Ausbildung von Ingenieuren.«