Echtzeit neu definiert

Bisherige Echtzeit-Erweiterungen für Windows oder Linux stoßen bei den hohen Anforderungen der Regelungstechnik und Robotik schnell an ihre Grenzen. Die Firma Keba hat daher eine eigene Lösung entwickelt, welche Reaktionszeiten im 10-Mikrosekunden-Bereich ermöglicht.

Bisherige Echtzeit-Erweiterungen für Windows oder Linux stoßen bei den hohen Anforderungen der Regelungstechnik und Robotik schnell an ihre Grenzen. Die Firma Keba hat daher eine eigene Lösung entwickelt, welche Reaktionszeiten im 10-Mikrosekunden-Bereich ermöglicht.

Multithreading, Networking, State-ofthe-art-Visualisierung – alles Features aus der PC-Welt, die heute auch im Umfeld von Maschinen und Robotern gefragt sind. Wichtigste Voraussetzung dafür: die Verbindung von Echtzeit-Fähigkeit mit Standard-Betriebssystemen wie Windows und Linux. Kein leichtes Unterfangen, zumal Standard- und Echtzeit-Betriebssysteme sehr unterschiedliche, zum Teil konkurrierende Anforderungen erfüllen müssen. Das eine ist von der Struktur her auf Durchsatz getrimmt, soll also möglichst effizient viele Daten bearbeiten und transferieren können, wie das beispielsweise bei Server- oder Streaming-Data-Anwendungen der Fall ist. Die Bearbeitung von Aufträgen erfolgt bei durchsatzorientierten Betriebssystemen stets nach dem Prinzip „shortest remaining time first“, also das Begonnene wird möglichst zuerst fertig gestellt, bevor ein anderer Job angefangen wird. Diese Strategie des Schedulers lässt sich nur bedingt beeinflussen. Reaktionsschnelligkeit ist für diese Aufgaben nicht erforderlich, sondern eher hinderlich, da die Effizienz der Abarbeitung sinkt.