»Verschnaufpause« dank steigender Nachfrage nach Stromsparventilatoren

ebm-papst, Hersteller von Ventilatoren und Motoren, hat trotz Weltwirtschaftskrise das am 31. März 2009 endende Geschäftsjahr mit nur einem leichten Umsatzrückgang von 1,9 Prozent auf 1,056 Mrd. Euro abgeschlossen.

Die Verantwortlichen hoffen vor allem, dass sich das steigende Interesse nach energiesparenden EC-Ventilatoren und Gebläsen in den Bilanzen noch deutlicher auswirkt als bisher. Denn die neuen Baureihen sind im Vergleich zu herkömmlichen Produkten elektronisch gesteuert und bis zu 70 Prozent sparsamer.

»Noch zum Abschluss des dritten Geschäftsquartals, Ende Dezember, lag unser Gruppenumsatz rund 4 Prozent über Vorjahresniveau. Die Krise war noch nicht wirklich spürbar, zumindest an unseren Standorten Mulfingen und Landshut, wo wir zu diesem Zeitpunkt um 10 Prozent bzw. 6 Prozent gewachsen waren«, so Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst-Gruppe. Schon einen Monat später hatten sich die Vorzeichen geändert und die weltweite Flaute war auch beim Ventilatorspezialisten angekommen.

Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst-Gruppe, glaubt fest daran, dass das Konjunkturtal bereits im Herbst 2009 erreicht sein wird.

In den Produktbereichen Automobil, Maschinenbau und Telekommunikation musste das Unternehmen Auftragsrückgänge im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. Besonders betroffen ist das im Schwarzwald gelegene Tochterunternehmen ebm-papst St. Georgen. Neben sinkenden Marktbedarfen kämpft dieser Unternehmensstandort im Produktprogramm der Kompaktlüfter gegen asiatische Wettbewerber und erlöste mit 233 Mio. Euro Umsatz knapp ein Viertel weniger, als noch vor zwölf Monaten geplant war. Da interne Einschätzungen einen weiteren Rückgang auf höchstens 205 Mio. Euro für das laufende Geschäftsjahr erwarten lassen, ist ebm-papst gezwungen, auch personell Anpassungen in St. Georgen und Herbolzheim vorzunehmen.

Deutlicher Vorteil im aktuellen Marktumfeld ist die Marktführerschaft und der kontinuierliche Ausbau im Bereich der energiesparenden EC-Ventilatoren und Gebläsen, die im Schwerpunkt an den Standorten Landshut und am Hauptsitz in Mulfingen entwickelt und produziert werden. »Im Vergleich zu herkömmlichen Produkten sind diese elektronisch gesteuert und bis zu 70 Prozent sparsamer«, sagt der Unternehmenschef.