Superkondensatoren verbessern Blitzlicht-LEDs

Immer besser werden die Fotos, die Mobiltelefone machen. Meist entstehen die Schnappschüsse jedoch unter schlechten Lichtverhältnissen – auf Partys oder in Restaurants und Bars. Viele Fotohandys nutzen eine einfache LED, die nicht genug Licht erzeugt, um bei solchen Verhältnissen akzeptable Ergebnisse zu erreichen. Was tun?

Immer besser werden die Fotos, die Mobiltelefone machen. Meist entstehen die Schnappschüsse jedoch unter schlechten Lichtverhältnissen – auf Partys oder in Restaurants und Bars. Viele Fotohandys nutzen eine einfache LED, die nicht genug Licht erzeugt, um bei solchen Verhältnissen akzeptable Ergebnisse zu erreichen. Was tun?

Fotohandys erfreuen sich großer Beliebtheit. Wer hat schon seine Kamera dabei, um einen netten Abend im Kreise der Familie oder Freunde festzuhalten? Ein Handy aber meist schon. Doch gerade die gerade beschriebenen Situationen bergen ihre Schwierigkeiten: Unter solch schlechten Lichtverhältnissen nutzt auch eine höhere Sensorauflösung, bessere Linsen, bessere Bildverarbeitungssoftware und Ausgleichsalgorithmen für die Handbewegung des Fotografen nichts – allein ein wirkungsvoller Blitz kann da abhelfen. Derzeit bestehen zwei Lösungswege: Hochleistungs- LEDs, unterstützt durch Superkondensatoren, und Xenon-Röhren (Bild 1).

Die Beleuchtungsstärke des Blitzlichts bestimmt, wie hell das Blitzlicht wirkt. Allerdings ist für den Sensor die Lichtmenge pro Flächeneinheit entscheidend, während er das Bild aufnimmt. Für ein Blitzlicht ist dies die Fläche unter der Kurve Beleuchtungsstärke über die Zeit. Üblicherweise kommt als Blitzlichttreiber ein DC/DCWandler als Konstantstromquelle zum Einsatz. Doch ein Stromverbrauch von mehr als 800 mA bis 1000 mA durch das LED-Blitzlicht gilt als extrem ungünstig für den Akku. Angenommen, dessen Spannung betrage 3,6 V, die LEDSpannung 4,2 V und der Wirkungsgrad des DC/DCWandler 85%. Daraus ergibt sich für 800 mA Batteriestrom eine LED-Leistung von 2,4 W. Die meisten Fotohandys haben ähnliche Parameter und treiben das LED-Blitzlicht mit 1 W bis 2 W und liefern damit weniger als 4 lx · s in 1 m Entfernung und weniger als 1 lx · s in 2 m Entfernung. Ein gutes Bild benötigt jedoch 10 lx · s bis 15 lx · s. Bis zur Verfügbarkeit von Superkondensatoren waren Xenon- Blitze die einzige Möglichkeit, genug Licht zu erzeugen. Aber daraus entstehen bei der Anwendung in Fotohandys Probleme.