Rekord für EMI-Filter

California Micro Devices hat EMI-Filter vorgestellt, die mit Kapazitäten von unter 12 pF im Betriebsspannungsbereich aufwarten. Das ist die bislang niedrigste Gesamtkapazität eines LC-Filters.

Moderne Mobilgeräte enthalten zahlreiche Datenschnittstellen mit hoher Bandbreite, die u.a. gängige Funktionen wie hochauflösende LCDs und Kameras unterstützen. Den Entwicklern fällt es jedoch zunehmend schwer, EMI-Filterlösungen zu finden, welche die für diese Anwendungen nötige hohe Signalintegrität und Dämpfung bei gleichzeitig hohen Grenzfrequenzen bieten. Darüber hinaus werden zunehmend hochentwickelte Baseband-Prozessoren eingesetzt, die mit niedrigen Betriebsspannungen und geringeren Ausgangsströmen für die Display- und Kamera-Schnittstellen laufen. Auf diese Weise lässt sich die für Multimedia-Funktionen notwendige zusätzliche Leistung kompensieren und die Batterielebensdauer verlängern. In diesem Zusammenhang gewinnt ein EMI-Filter mit niedriger Kapazität an Bedeutung, denn er trägt im Zusammenhang mit den modernen CPUs zur Verringerung des Stromverbrauchs des Systems bei.

Mit seinen induktiven EMI-Filtern der Serie CM1457 hat California Micro Devices diese Anforderungen aufgegriffen. Basierend auf der zum Patent angemeldeten Praetorian-III-Architektur bieten die Filter Grenzfrequenzen von typ. 400 MHz, Taktfrequenzen von bis zu 125 MHz, steile Frequenzgangflanken, einen hohen Dämpfungsgrad und die nach Herstellerangaben weltweit niedrigste Gesamtkapazität eines LC-Filters von 12 pF im Betriebsspannungsbereich. Die Dämpfung ist ab 700 MHz mit -30 dB und zwischen 800 und 3000 MHz mit -40 dB spezifiziert. Mit diesen Werten eignen sich die Bausteine u.a. für die Filterung von Signalleitungen für hochauflösende Bildschirme und Kameras in modernen Mobilgeräten, die u.a. die aufkommenden 4G-Protokolle wie LTE einsetzen.

Die Praetorian-III-Architektur nutzt eine sechspolige Pi-Filtertopologie. Sie bietet hohe Abschaltfrequenzen, starke Dämpfung und robusten ESD-Schutz für eine Berührungsentladung von bis zu +/-15 kV gem. IEC 61000-4-2 Level 2. Zu den weiteren Leistungsmerkmalen des CM1457 gehören zudem ein breiter Sperrbereich von 700 MHz bis 6 GHz, Anstiegs- und Abfallzeiten von 2 ns sowie eine Einfügedämpfung von <1,5 dB.

»Der CM1457 erfüllt einerseits die hohen Anforderungen an die Filterleistung hochauflösender Bildschirme und Kameras und verfügt anderseits über in der Branche einmalig niedrige Kapazitätswerte«, erklärt Kyle Baker, Vice President Marketing bei CMD. »Aufgrund der kostengünstigen Praetorian-III-Technologie und dem Chip-Scale-Gehäuse (CSP) können wir den CM1457 zu Preisen anbieten, die mit herkömmlichen RC-EMI-Filtern vergleichbar sind, setzen dabei aber in Bezug auf Leistung und Nutzwert neue Maßstäbe.«

Die CM1457-Filter gibt es in CSP-Gehäusen mit 4, 6 und 8 Kanälen. Im Oktober 2009 soll die Produktreihe in die Bemusterung gehen, ab dem 4. Quartal 2009 in die Massenfertigung. Die Preise bei Abnahme von jeweils 1000 Stück liegen je nach Kanal-Konfiguration zwischen 0,10 und 0,20 Dollar je Stück.