Produktpiraterie : Sovella erwirkt einstweilige Verfügung

Produktpiraterie auf der Productronica? Sovella hat jedenfalls gegen einen Wettbewerber eine einstweilige Verfügung beim Landgericht München erwirkt, mit dem Ergebnis, dass dieser Wettbewerber die beanstandeten Produkte eines chinesischen Lieferanten einstweilen nicht mehr auf dem Messestand anbieten darf.

Walter Niepenberg, Geschäftsführer der Sovella GmbH in Raunheim, ( Sovella ist der neue Firmenname von GWS System) sieht darin einen großen Erfolg: »Das zeigt, dass man sich auch als ein mittelständisches Unternehmen gegen unlauteren Wettbewerb wehren kann!« Zwar sei der Aufwand nicht gering gewesen, aber er habe sich gelohnt. »Wir haben einen beträchtlichen Schaden erlitten: Unser Umsatz in China ist eingebrochen; das gute Image unserer Firma wurde durch billige Kopien in Mitleidenschaft gezogen«, empört sich Walter Niepenberg. So etwas dürfe man nicht auf sich beruhen lassen. Mit Rechtsanwälten aus Frankfurt und München ist es dem Unternehmen letztendlich gelungen, seine Rechte rechtzeitig am ersten Messetag durchzusetzen. »Ich kann jedem Unternehmen nur empfehlen, im Falle von dreisten Wettbewerbsverletzungen alle rechtlichen Maßnahmen auszuschöpfen. Die Chancen sind durchaus gut.« Wichtig im Vorfeld sei diesbezüglich vor allem eine lückenlose Dokumentation aller relevanten Punkte sowie ein schnelles Vorgehen.

Im Falle von Sovella scheint die Sache klar zu sein. »Kopiert wurde bis ins kleinste Detail«. Niepenberg weiter: » Sie müssen sich vorstellen, die chinesische Firma hat teilweise sogar Nachstellungen unserer Original-Bilder aus dem Produktkatalog in ihre eigene Broschüre aufgenommen, auch einzelne Artikelnummern stimmten mit den unseren überein.«