Neue Trends bei Steckverbindern

Selbst die im Moment fast orientierungslos wirkende Weltwirtschaft muss sich so schnell wie möglich darauf besinnen, dass die einzelnen Branchen und ihre Abnehmermärkte weiterhin gute Ideen benötigen. Begriffe wie „höher, schneller, weiter“ muss man möglicherweise ersetzen durch Ziele wie...

Selbst die im Moment fast orientierungslos wirkende Weltwirtschaft muss sich so schnell wie möglich darauf besinnen, dass die einzelnen Branchen und ihre Abnehmermärkte weiterhin gute Ideen benötigen. Begriffe wie „höher, schneller, weiter“ muss man möglicherweise ersetzen durch Ziele wie „ressourcenschonender, intelligenter und langlebiger“. Und dies gilt für die Endgeräte wie für einzelne Komponenten und folglich auch für Steckverbindungen, die sowohl in den Geräten selbst als auch an den Geräten als Schnittstellen zur Außenwelt vor allem eines können müssen: langfristig zuverlässig funktionieren!

Ein moderates Wachstum von 2,4 % im Jahr 2008 prognostizierte der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems dem deutschen Markt für elektromechanische Bauelemente noch im April 2008 – nach 2 % im Vorjahr. Rüdiger Prill, Vorsitzender der Fachgruppe Elektromechanische Bauelemente, konnte damals noch feststellen, dass die Impulse aus dem Maschinenbau und der Automobilindustrie kämen, und sie würden auch in Zukunft den Markt der elektromechanischen Bauelemente dominieren. Impulse würden von der Automobilelektronik gerade deshalb erwartet, weil neue Modelle in der Regel mit mehr elektronischen Funktionen ausgestattet werden als die Vorgänger. Auch die Industrieelektronik stelle sich aufgrund steigender Investitionsbereitschaft im Maschinenbau auf einen Nachfrageanstieg ein.

Das Jahr 2007 jedenfalls wurde bei den elektromechanischen Bauelementen in Deutschland mit einem Gesamtvolumen von 2,82 Mrd. Euro abgeschlossen, Steckverbinder konnten dabei ein Umsatzplus von 2,5 % verbuchen. Sie erreichten auf dem deutschen Markt ein Gesamtvolumen von 1,91 Mrd. Euro. Verbindliche Wirtschaftszahlen für das Jahr 2008 wird es offiziell erst in einigen Monaten geben, und welche Prognosen für 2009 sinnvoll ausgesprochen werden können, steht in den Sternen. Eines aber lässt sich aus den Statements des ZVEI guten Gewissens auch auf das Jahr 2009 übertragen: „Mit zunehmender Automation ließen sich Standardprodukte an beliebigen Orten der Welt produzieren und transportieren. Hoch komplexe und technisch anspruchsvolle Lösungen hingegen erfordern Marktnähe!“, mahnte damals Prill. „Der Standort Deutschland, als der größte in der Eurozone, ist und bleibt für Hersteller von elektromechanischen Bauelementen viel zu wichtig, um vernachlässigt oder gar aufgegeben zu werden.“

Das bedeutet, dass die zumeist mittelständischen Hersteller sich mehr und mehr mit den Geräteherstellern neue Ideen überlegen müssen. Steckverbinder kann man beispielsweise sehr gut mit Mensch-Maschine-Schnittstellen wie Tastern, Schaltern, Displays, Touchscreens und anderem mehr zu intelligenten Bedienzentralen kombinieren, die einfach bedienbar sein müssen und dem Gerätehersteller Kosteneinsparungen ermöglichen. Derartige Ansätze gibt es seit Jahren schon, aber sie müssen vielleicht noch konsequenter als bisher in neue Gerätegenerationen Einzug halten. Verschiedene Steckverbinderhersteller konstatieren bereits, dass sie ihren Umsatz mit kundenspezifischen Lösungen systematisch ausgebaut haben und damit nicht mehr nur 15 %, sondern bereits 30 % ihre Umsatzes erwirtschaften.

Die nachstehend vorgestellten Produkte sind zwar noch kein Beweis dafür, dass der Trend hin zu kundenspezifischen Lösungen bereits überall erkennbar ist, aber sie zeigen, dass die Entwickler von Steckverbindern permanent neue clevere Lösungen hervorbringen. Und nachdem die Automobilindustrie auch weiterhin einer der wichtigsten Abnehmermärkte für Steckverbinder sein wird, beginnt die Übersicht mit Neuerungen für diese Branche.