Verbotene Absprachen Leoni muss Bußgeld zahlen

Leoni hat im vergangenen Jahr vor allem von der boomenden Automobilindustrie profitiert.
Leoni muss Bußgeld wegen verbotener Absprachen zahlen.

Die EU-Kommission hat gegen die Leoni AG und eine ihrer französischen Tochtergesellschaften ein Bußgeld in Höhe von 1,378 Mio. Euro verhängt. Der Grund sind verbotene Absprachen bei der Lieferung von Kabelbäumen.

Fünf Autozulieferer, darunter die Nürnberger Leoni AG, müssen wegen verbotener Absprachen bei der Lieferung von Kabelbäumen ein EU-Bußgeld von insgesamt 141,8 Millionen Euro bezahlen. Den Löwenanteil bekam der japanische Konzern Yazaki aufgebrummt, er muss 125,3 Millionen Euro entrichten. Auf Leoni entfallen 1,38 Millionen Euro.

Das entschied die EU-Kommission heute in Brüssel. Die vom Kartell betroffenen Kfz-Teile wurden an Toyota, Honda, Nissan und Renault verkauft.

Damit sei das Kartellverfahren der EU-Kommission gegen Leoni als Hersteller von Kabelbäumen abgeschlossen, meldete Leoni ad hoc. Leoni habe mit der Behörde umfänglich kooperiert und zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen und erziele nun eine einvernehmliche Verfahrensbeendigung.

Eine französische Tochtergesellschaft von Leoni war zwischen Mai und Dezember 2009 in eine Rechtsverletzung verwickelt. „Obwohl nicht selbst an dem Verstoß beteiligt“, übernehme die Leoni AG als Konzern-Holding im Rahmen der Vorgaben des europäischen Rechts die Mithaftung für den festgestellten Verstoß. Dem betroffenen Kunden sei durch das beanstandete Verhalten kein Schaden entstanden. Um die Einhaltung des Kartellrechts künftig lückenlos zu gewährleisten, habe Leoni seine bestehenden Compliance-Maßnahmen nochmals ausgeweitet und intensiviert.