Kontakte für Solarzellentester

Feinmetall hat eine neue Kontaktierungslösung für Solarzellentester entwickelt. Die Bewertung und Klassifizierung von Solarzellen hat wegen ihrer Leistungsabgabe eine wesentliche wirtschaftliche Bedeutung.

Folglich spielt das Equipment zur Evaluierung der Messdaten eine entscheidende Rolle in der Produktionskette - so auch der Prüfstift, der im Zelltester die Kontaktierung der Solarzelle übernimmt. Gemessen wird nach dem Vierpolprinzip, bei dem an eng beieinander liegenden Messpunkten eine Strom-/Spannungsmessung erfolgt. Dafür verwendet man Kontaktbalken, in denen Federkontaktstifte isoliert eingebaut und verdrahtet sind. Die Qualität der Stifte hat einen direkten Einfluss auf die ermittelten Kennlinien und die Klassifizierung der Solarzelle.

In Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich hat Feinmetall den selektiv steuerbaren Federkontaktstift des Typs »F815« entwickelt. Sein konstruktiver Aufbau ermöglicht die Umsetzung der Vierpol-Messtechnik im Zusammenhang mit verschiedenen Teststrategien. Er bietet in Verbindung mit seinem integrierten pneumatischen Antrieb die Möglichkeit, ohne mechanische Verschiebung der Messeinheit Solarzellen/-module auf kleinsten Raum zu kontaktieren. Somit eignet er sich ideal zur Kontaktierung von dünnen Silizium-Wafern mit Rückkontakten, Dünnschichtsolarzellen und den Einsatz in der Sensorik.

Die pneumatisch angetriebenen Federkontaktstifte von Feinmetall benötigen keinen bewegten Adapterrahmen. Ein kleiner Pneumatikzylinder fährt den Kontaktstift zeitgenau aus. Träge Massen müssen somit nicht mehr beschleunigt werden. Dadurch sind die auftretenden Federkräfte minimal und die Gefahr von Bruch nimmt ab. Die selektive Einzelsteuerung ermöglicht die Prüfung wechselnder Waferformate, ohne Veränderungen an den Kontaktbalken. Feinmetall liefert auf Wunsch das komplette Zubehör für den Anschluss und Betrieb der Federkontaktstifte. Im werkseigenen Prüfadapterbau realisiert das Unternehmen auch kundenspezifische Lösungen.