Koaxiale Steckverbinder Koax auf die Leiterplatte

Steckverbinder kommen in immer mehr Anwendungen vor und müssen dadurch auch kompakter und komplexer werden. Im Folgenden vier unterschiedliche Techniken, wie sich koaxiale Steckverbinder mit einer Platine verbinden lassen.

Bei Telegärtner kommen vier verschiedene Anschlusstechniken zum Einsatz: die THT- und die SMT-Einlöttechnik, die Edge-Mount-Tech nik sowie die Einpresstechnik. Diese werden nun kurz vorgestellt.

Bei der THT-Einlöttechnik (Through Hole Technology; Bild 1) kommen bedrahtete elektrische oder elektronische Bauelemente oder solche mit Anschlusspins zum Einsatz, die mittels Durchkontaktierung in die Leiterplatte gesteckt und einseitig verlötet werden (konventionelles Handlöten, Wellenlöten oder Selektivlöten). Das Kontaktrastermaß (engl.: Pitch) beschreibt den Mittenabstand zweier Pin-Anschlüsse des Bauelements und gibt somit die Platzanforderung der Lötung vor. 
Obwohl inzwischen immer häufiger oberflächenmontierbare Komponenten verwendet werden, gibt es noch sehr viele Anwendungsfälle, bei denen man wegen der erforderlichen Stromtragfähigkeit, der Größe der Bauelemente oder der hohen mechanischen Belastung der Komponenten selbst (z.B. Steckverbinder, größere Schalter, größere Elektrolytkondensatoren und Spulen sowie Leistungshalbleiter) nach wie vor standardmäßig Bauelemente für die Einlöttechnik verwenden muss.

Oberflächenmontiert

Heutzutage werden über 95 Prozent der Bauteile auf der Leiterplatte mit der Surface-Mount-Technik (SMT) verbaut, demgegenüber stehen 20 Prozent der Gesamtlötkosten durch den hohen Grad der möglichen Automatisierung. Daher werden alle Leiterplatten für Geräte, die in Massen hergestellt werden, bevorzugt mit dieser Löttechnik verarbeitet.

Die Leiterplatten werden meist im Schablonendruck mit einer Lötpaste bedruckt, worauf man dann die Bauteile aufsetzt. Dies erspart dem Leiterplattenhersteller das Bohren von Kontaktlöchern, und der Hersteller kann die Leiterplatte gleichzeitig auf beiden Seiten bestücken. Mann kann aber nicht auf alle Bohrungen verzichten, da Durchkontaktierungen nötig sind, um die verschiedenen Lagen elektrisch zu verbinden. Weitere Vorteile neben der Kostenersparnis sind eine deutliche Erhöhung der Bauteildichte auf der Leiterplatte und eine Maximierung der Produktqualität, da der Mensch durch die Automatisierung als Fehlerquelle entfällt.

Telegärtner bietet auch platzsparende Steckverbinder mit Edge-Mount-Technik an (Bild 2), mit der sich HF-Signale auf gedruckte Schaltungen übertragen lassen. Durch diese Einbaumethode überragt die Steckverbindung die Leiterplatte nur um wenige Millimeter und erlaubt so eine flachere Bauweise der Endgeräte (z.B. Mobiltelefone). Der Edge-Mount-Stecker wird in einer Aussparung am Rand der Leiterplatte in SMT-Technik aufgelötet und sitzt so quasi in der Leiterplatte. Horizontal zur Leiterplatte lässt sich dann eine Kabelbuchse aufstecken.