Friesland Kabel Hybridkabel auf Offshore-Plattformen

Hybridkabel vereinen neben den herkömmlichen Kupferleitern zahlreiche andere Komponenten, wie beispielsweise Pneumatik- und Hydraulikschläuche, Koaxialkabel oder flexible Lichtwellenleiter.
Hybridkabel vereinen neben den herkömmlichen Kupferleitern zahlreiche andere Komponenten, wie beispielsweise Pneumatik- und Hydraulikschläuche, Koaxialkabel oder flexible Lichtwellenleiter.

Friesland Kabel zeigt auf der Hannover Messe (Halle 13, Stand C91) unter anderem ein feuerfestes Kamerakabel aus der Familie der Sealine-Hybridkabel für den Einsatz auf Konverterplattformen für Windenergieparks auf See.

Kameras überwachen unbemannte Plattformen auf hoher See. Besonders im Brandfall muss die Kamera so lang wie möglich funktionieren und sich bewegen lassen, damit die Ingenieure an Land genug Zeit haben, um die nötigen Gegen- und Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten. In der neuen Kamera-Hybridleitung von Friesland Kabel sind die Anschluss- und Steuerleitung sowie die Datenübertragung vereint. Dank des äußeren FRNC-Mantels ist das Kabel halogenfrei und flammwidrig und hat den Brandtest IEC 60331-23 erfolgreich bestanden. Das bedeutet, dass im Kabel trotz direkter Brandeinwirkung noch mindestens 180 Minuten Strom fließt und kein Kurzschluss entsteht. Zudem besitzt das Hybridkabel die für Meeresanwendungen unerlässliche GL-Zertifizierung. Des Weiteren ist das Kamerakabel ölresistent und salzwasserbeständig. Es funktioniert zuverlässig innerhalb eines Temperaturbereichs von -40 bis +80 °C. Alle Komponenten im Hybridkabel sind über der Schirmung zusätzlich mit feuerfestem Micatape gesichert. Das betrifft die Leiter für Stromversorgung und Steuerung sowie die Cat-5-Kabel für die Signalübertragung mit Betriebsfrequenzen bis 300 MHz.

Erstmals installiert wurde das Kamera-Hybridkabel auf den neuen Offshore-Konverter-Plattformen BorWin beta und HelWin alpha sowie demnächst auch auf der Plattform SylWin alpha, die sich zurzeit im Bau befindet. SylWin alpha wird rund 70 Kilometer westlich von Sylt aufgebaut und soll eine Leistung bis zu 864 MW aus den Offshore-Windparks DanTysk und Butendiek von Wechsel- und Gleichstrom umwandeln und auf das deutsche Festland weiterleiten.