Hybridtechnologie Elektrische Antriebe effizienter anschließen

In Baugröße M40: Hybrid-Steckverbinder »740 htec«, bei Intercontec bereits seit zwei Jahren im Einsatz.
In Baugröße M40: Hybrid-Steckverbinder »740 htec«, bei Intercontec bereits seit zwei Jahren im Einsatz.

Die Hersteller von Servo- und Linearantrieben setzten zunehmend auf hybride Anschlusssysteme. Intercontec, einer der Wegbereiter für diesen Paradigmenwechsel, treibt den Trend mit neuen Steckverbinder-Entwicklungen voran - und hat noch eine weitere Innovation für Automatisier im Köcher.

In der Verbindungstechnik dauert es oft Jahrzehnte, bevor sich neue Schnittstellen etablieren - anders in der elektrischen Antriebstechnik. Innerhalb relativ kurzer Zeit haben sich einige Antriebshersteller von den konventionellen Steckverbindersystemen abgewandt und auf die hybride Technologie umgeschwenkt, mit Auswirkungen auf das gesamte Geräte- bzw. Maschinenkonzept:

Durch die Übertragung von Daten, Signalen und Leistung über nur einen Steckverbinder und ein Kabel konnten Entwickler den Verkabelungsaufwand an den Antrieben auf ein Minimum reduzieren, gleichzeitig den Wartungsaufwand senken. Weil Kabel und Stecker als träge Masse an Robotern und bewegten Maschinenteilen wegfallen, konnten ganze Systeme entlastet werden. Noch größer ist der Vorteil, wenn Ein-Kabel-Verbindungen zur Verkettung von dezentral versorgten Servomotoren und Lineareinheiten eingesetzt werden, Stichwort Daisy Chain. Dann fallen Kabelstrecken in großer Menge weg. Daher sind hybride Steckverbindersysteme heute eine Alternative zu getrennten Verkabelungen.

Akzeptanz am Markt steigt

»Hybridsteckverbinder und Hybridkabel, die neben Daten- und Steuerkontakten auch die Feldbus- bzw. Ethernet-Kommunikation integrieren, sind am Markt angekommen«, bestätigt Siegfried Funk, Senior Manager für Produkte und Marketing bei Intercontec.

»Unsere Kunden erkennen zunehmend auch die Kostenvorteile, die sich durch die Dezentralisierung ergeben.«

Intercontec hat sich schon früh mit der hybriden Anschlusstechnik befasst und den Technologiewechsel – so wie er heute in vielen Applikationen umgesetzt ist - mit herbeigeführt. Dabei hat man stets einen eigenen Weg verfolgt: Anders als Wettbewerber hat Intercontec für die Hybridübertragung den gängigen industriellen Rundsteckverbinder gewählt, der in der Fabrikautomation weit verbreitet ist – und eben nicht versucht, eine eigene Bauform am Markt durchzusetzen. Im Jahr 2010 hat das Unternehmen erstmals den Hybrid-Steckverbinder »htec« vorgestellt und sich damit für die Ein-Kabel-Lösung am Markt ausgesprochen. Mehrere Kabelhersteller entwickelten speziell auf diesen Steckverbinder abgestimmte Kabel, um die optimale Verarbeitung und sichere Funktion der fertigen Anschlussleitung zu gewährleisten.

»Vor drei Jahren noch haben viele Wettbewerber unserer Hybrid-Lösung keine Marktchance eingeräumt«, erzählt Siegfried Funk. Anders reagierten die Automatisierungsunternehmen, die beinahe sofort Interesse zeigten und gemeinsam mit Intercontec das neue Anschlusskonzept umsetzten.