CMOS-Oszillator ohne Quarz und PLL-Schaltung

Der CMOS-Oszillator MM8511 von Mobius Microsystems kommt ohne Quarz und PLL-Schaltung aus. Dabei ist er ähnlich genau wie Oszillator-Schaltungen, die einen Quarz verwenden.

Der MM8511 ist ein »Spread Spectrum Clock Generator«-IC (SSCG). Kernstück ist ein LC-Oszillator. Durch eine Analogschaltung, die Temperatur und Spannung regelt, wird die Frequenz des Oszillators stabil gehalten. Dieses Verfahren hat sich Mobius Microsystems unter dem Begriff »CMOS Harmonic Oscillator technology« patentieren lassen. Der MM8511 ist nun das erste Produkt, das damit hergestellt wird. Phasenrauschen und Jitter erreichen nach Angaben von Mobius dabei Werte, wie bei Oszillatoren, die mit einem Quarz arbeiten.

Die Genauigkeit des MM8511 erreicht Werte von ±100 ppm (parts per million). Zwar bringen es Quarze auf Standartwerte von 20 bis 30 ppm, allerdings ist diese Genauigkeit nicht für alle Anwendungen erforderlich. Bei USB-Schnittstellen-ICs ist beispielsweise eine Genauigkeit von ±500 ppm ausreichend. Bei Festplatten-Schnittstellen-ICs (SATA) genügen ±350 ppm.


            

Blockschaltbild des MM8511

Die programmierbare Frequenz des MM8511 liegt zwischen 10 und 66 MHz. Das » Spread Spectrum« kann zwischen 0,25 und 6 Prozent eingestellt werden, was das Auftreten von Interferenzen deutlich reduziert. Die Versorgungsspannung des MM8511 beträgt 3,3 V, der Temperaturbereich liegt zwischen 0 und 70 °C. Das IC gibt es in einem 3 mm x 3 mm x 0,75 mm großen DFN-Gehäuse mit 8 Pins oder in einem 3 mm x 6,4 mm großen TSSOP-Gehäuse, ebenfalls mit 8 Pins. Ab Juli 2008 soll es erste Muster des Bausteins geben.