Durchbruch bei Glassubstraten für OLEDs

In einer Machbarkeitsstudie haben Saint-Gobain Recherche (SGR) und Novaled nachgewiesen, dass großflächige OLEDs auf Glassubstrat realisierbar sind. Basis dafür ist die neue High-Performance-Metallic-Anode »Silverduct«.

Die sehr leitfähige transparente Elektrode besitzt eine nach eigenen Angaben bis zu zehnmal bessere Leitfähigkeit als ein mit ITO (Indium Tin Oxide) beschichtetes Glas. Mithilfe der PIN-OLED-Technologie für Hochleistungs-OLEDs ist es bereits gelungen, großflächige Muster herzustellen. SGR und Novaled sehen nun die Möglichkeit, homogene OLED-Bauteile mit bis zu 100 cm² produzieren, die die Herstellung von großflächigen OLEDs vereinfachen.

Die Stromausbreitung von mit ITO beschichtetem Glas ist auf wenige Zentimeter begrenzt. Für großflächige OLEDs muss die ITO-Schicht deshalb mit einem dicken metallischen Gitter durchzogen sein, das jedoch die Lichtdurchlässigkeit verschlechtert; der Bahnwiderstand liegt hier typischerweise bei 30 Ohm/qm. Die neue Anode »Silverduct« hat dagegen einen Widerstand von weniger als 4 Ohm/qm, wodurch großformatige OLEDs ohne zusätzliches Metallgitter auskommen. Dies ist vor allem etwa für transparente OLEDs mit sichtbarem Metallraster von Vorteil. Im Vergleich mit einem äquivalenten ITO-OLED wiesen die Forscher außerdem eine erhöhte Lebensdauer nach. Mit dem Wegfall des Gitters erwarten die Unternehmen im Übrigen auch ein hohes Kosteneinsparpotenzial.