»Technischer Support ist eine unserer Hauptstärken«

48 Prozent des Umsatzes der kanadischen Future Electronics basieren in Deutschland mittlerweile auf Demand Creation, sodass Gerald Meier, Marketing Manager for Germany bei Future Electronics, feststellt: »Wir sind ein Demand-Creation-Distributor, technischer Support ist eine unserer Haupt-Stärken.« Gemessen an der umfangreichen Linecard sehe man sich zudem als Broadline-Distributor, der die Kunden mit »nahezu allen möglichen Bauteilen versorgen kann«.

Markt&Technik: Stichwort Design-In/Design-In-Center: Was hat sich in den letzten ein, zwei Jahren geändert?

Gerald Meier: Die eigentliche Neuigkeit beim System Design Center (SDC) ist, dass wir nun echte Boards im Feld haben, entwickelt und gefertigt von unserem SDC nahe London. Diese Boards unterstützen Power-over-Ethernet, Freescales Mikrocontroller-Baureihe Flexis und Motor Control Designs. Auch in Zukunft werden wir weiter regelmäßig neue Boards vorstellen.

Wir haben übrigens festgestellt, dass Hardware-Entwickler großes Interesse an unserem Online-»Board Club« als Info-Quelle haben. Grundsätzlich ist bei uns die Struktur auf Kundenbedürfnisse abgestimmt, nicht auf Hersteller. Wir beschäftigen eine Vielzahl von Field Application Engineers (FAEs), um technischen Support leisten zu können. Diese FAEs haben entweder ein breites Wissen von vielen verschiedenen Technologien, die alle Bereiche des Kunden-Designs betreffen, oder sie sind Applikationsspezialisten für einen ausgesuchten Produkt- oder Applikationsbereich – wie die FAEs in der FLS-Division (Future Lighting Solutions), die auf Solid-State-Lighting spezialisiert sind. Kein FAE ist auf einen Hersteller spezialisiert.

Weicht Future als Privatunternehmen beim Handling der Linecard von den direkten Mitbewerbern ab?

Nein, wir sehen keine wesentlichen Unterschiede in der Art, wie wir oder andere Distributoren ihre Linecard managen. Der größte Teil unseres Umsatzes stammt von einigen der größten Herstellern der Branche, sodass auch bei uns die 80/20-Regel zutrifft, 80 Prozent des Umsatzes mit 20 Prozent der Franchise-Partner zu generieren. Aus dieser Sicht ist unser Status als private Firma nicht relevant. Allerdings erlaubt uns dieser Status, in Demand-Creation-Programme und in Lagerbestand zu investieren.