Sunon kündigt nicht-RoHS-konforme Lüfter ab

Wie Schukat mitteilt, wird Lüfterhersteller Sunon zum Jahreswechsel die Fertigungsstraßen, auf denen bislang auf Kundenwunsch nicht-RoHS-konform produziert wurde, umrüsten und damit die Fertigung aller nicht-RoHS-konformen Lüfter einstellen.

WiMAX war ursprünglich angetreten, um breitbandige Kabelnetze wie DSL zu ersetzen. Mit der Verabschiedung des Standards 802.16e-2005 werden nun auch mobile Anwendungen unterstützt. Hier ein Einblick in die Messpraxis dieses Wireless-Sektors.

Alle Sondertypen und Standardlüfter, die bislang noch als »non RoHS« bestellt werden können, kündigt Sunon zum 21. Dezember 2007 endgültig ab. Die Umstellung der Vorräte bei Schukat wurde bereits Ende Juni 2006 abgeschlossen. Alle seither gelieferten Standardlüfter entsprechen der RoHS-Richtlinie.

INHALT:
WiMAX-Signale: durchaus komplex aufgebaut
Abkürzungen rund um WiMAX
Ausgefeilte Signalanalyse notwendig
Erzeugung von WiMAX-802.16e-2005-Signalen mit Vektorsignalgeneratoren
Umfassende Signalanalyse sichert korrekte Ergebnisse
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Die mobile WiMAX-Anwendung wird zum einen durch Erweiterungen in der MACEbene realisiert, wo der Aufbau der Kommunikation und die Aufbereitung der Daten organisiert werden. Zum anderen hat sich die physikalische Ebene des Standards deutlich weiterentwickelt, was neue Anforderungen an die HF-Messtechnik stellt.

WiMAX-Signale: durchaus komplex aufgebaut

Als Basis für kommerzielle WiMAXAnwendungen dient das Übertragungsverfahren OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplex). Im Gegensatz zu Einträger- Verfahren setzt sich ein OFDMSignal aus vielen orthogonalen Trägern zusammen, von denen jeder moduliert ist. Dabei werden Daten parallel übertragen, wodurch die Symboldauer bei gleicher Übertragungsrate um ein Vielfaches länger ist als bei Einträger-Verfahren. Dies bringt große Vorteile bei Mehrwegeausbreitung, weil die längere Symboldauer Störungen durch Überlagerung aufeinander folgender Symbole deutlich verringert. Die Modulation wird den Übertragungsbedingungen angepasst.

Als Modulationsverfahren dienen BPSK, QPSK, 16- QAM und 64QAM. Wurde bei stationären Anwendungen hauptsächlich das Mehrträger- Verfahren OFDM verwendet, geht man bei mobilen Anwendungen vollständig zum erweiterten OFDMAVerfahren (Orthogonal Frequency Division Multiple Access) über. Letzteres ist zwar auch ein Teil des Standards IEEE 802.16-2004, erlangte aber bei stationären Anwendungen keine praktische Bedeutung.

Bei OFDM werden alle Teilnehmer nacheinander bedient. Dies bedeutet, dass alle Träger dem gleichen Nutzer zugeordnet werden und die gleiche Modulationsart und Leistung aufweisen. Die Analyse des Signals gestaltet sich somit unkompliziert; eine automatische Modulationserkennung lässt sich mit vergleichsweise wenig Rechenaufwand realisieren. Beim OFDMA-Verfahren hingegen werden verschiedene Teilnehmer gleichzeitig bedient. Mehrere physikalische Träger werden zu Unterkanälen (Subchannels) zusammengefasst, und jeder Benutzer erhält, je nach benötigter Bandbreite, eine bestimmte Anzahl von Unterkanälen.

Welche Kanäle für welche Zeit welchem Nutzer zugeordnet werden, wird in einer Karte definiert – der „Downlink-“ (DL-) oder „Uplink-MAP“ (UL-MAP). Die Zuordnung der physikalischen Träger zu den Unterkanälen erfolgt dabei über Permutationsalgorithmen (DL-PUSC, DL-FUSC, UL-PUSC u.a.), die über der Zeit wechseln können und so verschiedene Zonen definieren.

Die Option FSx-K93 ist eine Erweiterung der Option FSx-K92 für die Signalanalysatoren FSQ und FSL. Damit sind Messungen an WiMAX-OFDMA-Signalen direkt mit dem Analysator ohne externen PC möglich. Wie bereits die Option SMx-K49 unterstützt auch die FSx-K93 die Standards 802.16-2004 OFDM, 802.16e-2005 OFDMA und den WiMAX-Ableger WiBro.

Um WiMAX-OFDMA-Signale von Basisstationen analysieren zu können, muss zuerst die DL-MAP genau definiert werden. Die Option FSx-K93 stellt hier einen komfortablen Editor zur Verfügung, mit dem der Anwender diese Karte konfigurieren kann. Hier legt er die relevanten Parameter fest: Anzahl der Nutzer, die jeweilige Übertragungszeit, Zuordnung zu den Unterkanälen, Modulationsarten, Zahl der aktiven Unterkanäle sowie Art und Zahl der Permutationszonen. Alternativ lassen sich die Settings-Files vom Generator SMU verwenden. Eine automatische Erkennung der DL-MAP ermöglicht auch die automatische Demodulation. Bei der Signalanalyse hat der Nutzer zusätzlich die Wahl, für die Kanaleinschätzung nur die Präambel oder den gesamten Datenstrom zu nutzen. Es kann zudem eingestellt werden, welche Parameter für die Signalanalyse anhand der Pilotsequenzen nachgeführt werden (Tracking).

Nach Start der Messung sieht der Anwender das aufgezeichnete Signal am Bildschirm (Bild 5). Ein grüner Balken am unteren Rand zeigt, dass die entsprechende Zone erkannt und demoduliert wurde. Nun können alle wichtigen Daten für die Analyse von WiMAX-OFDMA- Signalen abgefragt werden. Eine Liste (Bild 6) gibt auf einen Blick Auskunft über alle wichtigen Parameter wie EVM, IQ-Fehler oder Frequenz-/ Symbolzeitfehler.

Speziell für OFDMA- Anwendungen ist es wichtig, diese Daten auch für die jeweiligen Nutzer einzeln aufgelistet zu haben. Deshalb zeigt ein Untermenü EVM und Leistung für jeden Nutzer einzeln an. Auch die demodulierten Rohdaten (Bitstream) können ausgelesen werden. Darüber hinaus stellt die Option FSx-K93 Grafiken zur Verfügung – ein notwendiges Hilfsmittel bei der Entwicklung von WiMAX-Applikationen. Messungen wie Spectrum Flatness, Konstellationsdiagramme, EVM vs. Carrier oder EVM vs. Symbol lassen sich somit übersichtlich darstellen. Die Kombination der genannten Generatoren und Analysatoren stellt letztlich einen kompletten Prüfplatz dar, um alle physikalischen Eigenschaften von stationären und mobilen WiMAX-Anwendungen zu untersuchen. Somit bildet sie auch die Grundlage von Systemlösungen wie dem „Radio Conformance Test“-System TS8970 für WiMAX IEEE 802.16e- 2005. Die Adaption der K93-Option in den Spektrumanalysator FSL bietet zudem eine günstige Lösung für Produktionsanwendungen.

Da dieser Spektrumanalysator für die Anwendung in der Produktion optimiert ist und nicht die HF-Eigenschaften des Typs FSQ aufweist, muss der Anwender hier mit weniger Empfindlichkeit zufrieden sein, wie z.B. 10 dB kleineren EVM-Werten. Für die Produktion ist dies jedoch leicht ausreichend. In Kombination mit dem Signalgenerator SMJ ist somit eine günstige Komplettlösung verfügbar. Basierend auf diesen Instrumenten, steht zudem schon als fertige Systemlösung der Produktionstester TS7820 zur Verfügung.

Wolfgang Hascher, Elektronik