Karriere machen in der Distribution: Nichts für Introvertierte

Der nächste berufliche Schritt ist immer der vom Disti zum Hersteller, nicht umgekehrt, lautet ein weit verbreitetes Vorurteil. Falsch. Das Arbeiten beim Distributor ist nicht weniger attraktiv. Nur anders. Und er kann ein wichtiger Baustein sein auf dem Weg ganz nach oben.

Die Distribution befindet sich im stetigen Wandel: Komplexe Technologien und beratungsintensive Produkte müssen immer schneller in den Markt und an den Kunden gebracht werden - der Anteil klassischer Standardprodukte geht seit Jahren zurück. »Boxshifter« nehmen folglich immer mehr ab. Applikationsspezifische Bauteile für die verschiedensten Branchen auch abseits der Elektronik nehmen zu – und Distributoren brauchen dazu geeignetes Personal.

Vor allem Applikationsingenieure sind derzeit eine heißbegehrte Spezies. Der Markt ist leergefegt- und oft landeten die, die sich zu einem neuen Job bewegen ließen, bei einem der großen Elektronik-Hersteller. In die Röhre schauten die Distributoren: Vor allem im vergangenen Jahr sahen viele zähneknirschend zu, wie ihr wertvolles Personal per Headhunter zu den großen OEMs vermittelt wurde. Gerade die kleineren unter den Distis haben oft das Nachsehen: »Auf unsere Anzeige hatten wir keine einzige Bewerbung« - das hört man des Öfteren.

Doch gerade bei solchen, die kundenspezifisches Design-In bieten (wie Sasco, EBV, Future, Data Modul, MSC, Spoerle oder Rutronik), wartet auf Ingenieure, Techniker und Elektroniker ein reichhaltiges Betätigungsfeld: Viele Branchen, Kunden und Projekte, viele verschiedene Applikationen, beratungsintensive Produkte, gepaart mit Reisetätigkeit – da kommt keine Langeweile auf. Field Application Engineers waren und sind gesucht. Der ideale Kandidat ist technisch versiert, kommunikationsstark und denkt in Lösungen, nicht in Produkten, so breit ist der potenzielle Markt, den es zu erobern gilt.