Intertec: Vom Non-Franchiser zum smarten Distributor

Seit kurzem schmückt sich der Distributor Intertec Components mit dem Adjektiv »smart«. Damit versucht der Relais-Spezialist zu beschreiben, dass sich sein Distributionskonzept aus den besten Zutaten der Franchised-Distribution und dem Broker-Sektor zusammensetzt.

Wer im Langenscheidt Fremdwörterbuch unter »smart« nachschlägt, bekommt unter anderem folgende deutsche Alternativen: klug, gewandt, geschickt, elegant, schick. Auf den Distributor Intertec, der in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert, trifft wohl alles ein wenig zu. Mit smart möchte das Unternehmen allerdings noch etwas anderes ausdrücken. »Smart heißt für uns, die Vorteile der Franchised-Distribution mit den Vorteilen des Broker-Geschäfts zu verbinden«, so Christian Peter, Gründer und Managing Director von Intertec. Einer der Hauptvorteile für den Kunden: Er bekommt aktuelle Weltmarktpreise, da sich Intertec nicht an die Franchise-Preise halten muss. Im Schnitt sei Intertec meist 10 bis 20 Prozent günstiger als Franchiser.

Dabei muss der Kunde nicht auf die Annehmlichkeiten der Franchised-Distributoren verzichten. »Wir haben ein eigenes Lager am Standort Freising, in dem wir beispielsweise über zwei Millionen Relais bevorraten«, betont Peter. Dadurch sei Intertec in der Lage, erstens schnell zu liefern und zweitens den Kunden Dienstleistungen wie Puffer- oder Konsignationslager, Just-in-Time-Lieferung, Kanban, individuelle Etikettierung etc. anzubieten. Intertec distanziert sich damit von den zahlreichen Brokern, die meist nur kurzfristige Bedarfspitzen abdecken, abgekündigte Bauteile beschaffen und kein oder kaum Lagerbestand vorrätig halten. Aus diesem Grund liegt der Fokus von Intertec auch auf dem sogenannten Longterme-Business. »Unser Ziel ist immer eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Kunden«, sagt Peter. Dass dies tatsächlich funktioniert, zeigt die Kundenliste, auf der sich fast alle namhaften OEMs und CEMs genauso finden wie große Franchised-Distributoren. Mit letzteren macht Intertec mittlerweile rund 50 Prozent seines Umsatzes.

Einem Ziel, das sich Christian Peter und sein Kompagnon Oliver Pflüger verschrieben haben, ist der Ausbau des Halbleiterbereichs. Zwar wird der Schwerpunkt weiterhin auf der Produktsparte Relais liegen, aber bis 2010 soll mit dem Halbleitergeschäft 20 Prozent des Umsatzes erzielt werden. Intertec ist 2002 in die Halbleiterdistribution eingestiegen und hat dabei sein Lehrgeld bezahlt, wie Peter berichtet: »Wir haben am Anfang mit den üblichen Problemen wie gefälschte Ware, leere Packungen, umgelabelte Chips etc. zu tun gehabt.« Nun habe man aber qualifizierte und vertrauenswürdige Bezugsquellen, was sich in den letzten beiden Jahren deutlich auf den Umsatz ausgewirkt habe, so dass die 20 Prozent ein durchaus realistisches Ziel seien.