Halbleiterdistribution: Erstes Quartal 2008 blieb schwach

Der europäische Markt für Halbleiterdistribution hat im ersten Quartal 2008 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 um 7,9 Prozent nachgegeben. Zwar steigen die Stückzahlen weiterhin, doch ein schwacher Dollar prägt das Bild.

Wie erwartet hat der europäische Halbleiter-DTAM (Distribution Total Available Market) im ersten Quartal 2008 weiter nachgegeben. Laut DMASS (Distributors’ and Manufacturers’ Association of Semiconductor Specialists) erzielten die Mitglieder in den ersten drei Monaten 2008 einen Umsatz von 1,38 Mrd. Euro, rund 7,9 Prozent weniger als im ersten Quartal 2007, aber 12,3 Prozent mehr als im vierten Quartal 2007.

Die großen westeuropäischen Schlüsselmärkte wurden erneut in Mitleidenschaft gezogen. UK musste mit einem Minus von 22,1 Prozent auf 117 Mio. Euro den stärksten Rückgang gegenüber Q1 2007 hinnehmen. In Frankreich sanken die Umsätze um 11,4 Prozent auf 114 Mio. Euro, in Italien um 9,8 Prozent auf 183 Mio. Euro. In Deutschland ging der Distributionsmarkt um »lediglich« 7,2 Prozent auf 461 Mio. Euro zurück, da der massive Trend zu Produktionsverlagerungen die hiesigen Regionen weniger stark erfasste. In Benelux brachen die Umsätze um 14 Prozent ein, auf der iberischen Halbinsel um 11 Prozent und in den Nordic-Ländern um 5,6 Prozent.

Gewinner ist erneut Osteuropa mit einem Plus von 10,5 Prozent und einem Umsatzvolumen von 162 Mio. Euro. Keine Überraschungen also bei der Entwicklung der einzelnen Regionen, so DMASS Chairman Ian Bass. Auffallend allerdings sei die fortgesetzte Schwäche der Märkte in England und Frankreich. Während sich Italien und Deutschland gegenüber Q4 2007 um 22 beziehungsweise 20 Prozent erholen konnten, kam UK mit Irland lediglich auf ein Plus von 2 Prozent und Frankreich auf 12 Prozent.


Umsätze in K Euro von Q1 2007 bis Q1 2008 laut DMASS