FBDi: Jetzt ist Handeln angesagt

»Agieren statt Reagieren«, fordert der Fachverband der Bauelemente Distribution FBDi und bezieht damit Position zur Chemikalienverordnung REACH.

Mit REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) ist seit dem 1. Juni 2007 ein neues, EU-weit geltendes Chemikalienrecht in Kraft getreten. Damit sollen Hersteller und Importeure von Chemikalien die Verantwortung für den sicheren Umgang mit ihren Stoffen übernehmen. Da REACH auch die Distributoren elektronischer Bauelemente betrifft, fordert der FBDi jetzt größtmögliche Informationstransparenz entlang der Lieferkette. Ziel soll sein, durch proaktives Handeln die reaktiven Maßnahmen entlang der Lieferkette zu vermeiden und einen kontinuierlichen Kommunikationsfluss zwischen allen Betroffenen zu etablieren.

Im ersten Schritt wurde von Seiten des FBDi ein eigener Umwelt-Arbeitskreis eingerichtet und der aktive Dialog mit den Herstellern forciert. Geplant ist überdies eine Diskussionsrunde mit Herstellern und Distributoren, außerdem ein juristischer Workshop für FBDi-Mitglieder. Einen möglichen Lösungsansatz innerhalb der Elektronikindustrie sieht der FBDI in einer einheitlichen REACH-Datenbank mit kontrolliertem Datenzugang. Wolfram Ziehfuss, Geschäftsführer des FBDi erklärt dazu: »Hierzu wäre es aber nötig, dass alle Beteiligten in der Lieferkette an einem Strang ziehen, Informationen allumfassend bereitstellen und sich nicht hinter dem Deckmantel von Betriebsgeheimnissen oder laufenden Patentanträgen verstecken.«
Für seine Mitglieder stellt der FBDi ein Informationsblatt im geschlossenen Mitgliederbereich der Website www.fbdi.de zur Verfügung.