FBDi: Bauelemente-Distribution legt in 2007 leicht zu

Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) gab im vierten Quartal 2007 um 4,5 Prozent gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahrs nach. Doch das Gesamtjahr schließt mit einem Plus von 1,3 Prozent. Die Auftragslage erholt sich leicht - die Book-to-Bill-Rate steigt auf 1,06.

Im vierten Quartal bewegte sich der deutsche Distributionsmarkt im europäischen Trend: Alle großen europäischen Elektronikmärkte - bis auf Italien - mussten einen Umsatzrückgang verbuchen. So verzeichnete UK ein um 8,0 Prozent schwächeres Q4 als im Vorjahr, Frankreich machte ein Minus von 12,5 Prozent. Nur in Italien stieg die Zahl um 2,5 Prozent. Im Jahresvergleich zeigt UK einen Rückgang um 5,4 Prozent, Frankreich um 12,9 Prozent und Italien ein Minus von 5,0 Prozent.

Die deutsche Bauelemente-Distribution konnte dagegen dank stabiler Elektroproduktion und starker Exporte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf knapp 2,6 Mrd. Euro steigern. Für das vierte Quartal meldeten die FBDi-Mitgliedsfirmen 576 Millionen Euro an kumuliertem Umsatz (603 Millionen Euro in Q4/2006). Die Auftragslage erholte sich in Q4 leicht, mit einer Book-to-Bill-Rate von 1,06.

Die umsatzstärkste Produktgruppe - die Halbleiter-Bauelemente - verzeichneten einen Umsatzrückgang von 4,7 Prozent auf 396 Millionen Euro (in Q4/2007) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Halbleiter am Gesamtumsatz blieb stabil, er beträgt 70 Prozent. Passive Komponenten gingen im Vergleich zu Q4/2006 um 8,4 Prozent auf 93 Millionen Euro zurück, elektromechanische Komponenten um 0,3 Prozent auf 70 Millionen Euro. Die Stromversorgungen wuchsen um 3,2 Prozent, Displays sogar um 8,4 Prozent.

Der FBDi-Vorsitzende Georg Steinberger (Avnet) kommentiert: »Der negative Trend im Vergleich zum Rekordjahr 2006 hat sich fortgesetzt. Auch wenn sich der Markt sequentiell im ersten Quartal 2008 leicht erholen wird, gehen wir im Jahresvergleich von einem stärkeren Minus aus, da das erste Quartal 2007 das stärkste Quartal in der deutschen Distributionshistorie war. Ab dem zweiten Quartal wird sich der relative Rückgang wieder vermindern. Eine echte Markterholung dagegen erwarten wir frühestens im zweiten Halbjahr. Darauf deutet auch die Entwicklung der Auftragslage hin. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld wird sicher schwächer, sollte aber einen geringeren Einfluss auf die Entwicklung des Distributionsmarktes haben als die Gefahr weiterer Produktionstransfers ins Ausland.«