FBDi: Bauelemente-Distribution bleibt stabil

Der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt blieb im dritten Quartal 2007 unverändert. Die Auftragslage zeigt sich erholt, die Book-to-Bill-Rate steigt auf 1,02.

Wie der Fachverband der Bauelemente Distribution (FBDi) mitteilt, bewegt sich der deutsche Distributionsmarkt auch im dritten Quartal dieses Jahres gegenläufig zum europäischen Trend: Während die großen europäischen Elektronikmärkte UK, Frankreich und Italien zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang verbuchen mussten (UK um 6,5 Prozent, Frankreich um 7,6 Prozent, Italien um 3,0 Prozent), konnte die deutsche Bauelemente-Distribution dank stabiler Elektroproduktion und starker Exporte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nahezu halten. Die FBDi-Mitgliedsfirmen meldeten 639 Millionen Euro an kumuliertem Umsatz für das dritte Quartal (640 Mio. Euro in Q3/2006). Die Auftragslage erholte sich in Q3 leicht, mit einer Book-to-Bill-Rate von 1,02. Die ersten neun Monate schlossen mit einem Plus von 3,6 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro Umsatz.

Bei der umsatzstärksten Produktgruppe, den Halbleiter-Bauelementen, ging der Umsatz um 0,2 Prozent auf 446 Millionen Euro zurück. Der Anteil der Halbleiter am Gesamtumsatz blieb weiter stabil bei 70 Prozent. Erfreulicher dagegen war die Entwicklung bei passiven und elektromechanischen Bauelementen: Passive Komponenten wuchsen um 3,7 Prozent auf 102 Millionen Euro, die elektromechanischen um 3,3 Prozent auf 73 Millionen Euro. Die Stromversorgungen blieben auf gleichem Umsatzniveau wie 2006, während der Umsatz der FBDi-Mitglieder mit Displays weiter zurückging.
 
FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet) kommentiert das dritte Quartal: »Der Markt legt trotz der leichten Erholung eine Verschnaufpause ein. Der deutsche Distributionsmarkt hat sich aber in den letzten Quartalen als einziger der großen europäischen Distributionsmärkte als äußerst robust erwiesen. Die Belebung des Auftragseingangs läßt die FBDi-Prognose eines mittleren einstelligen Wachstums für den deutschen Distributionsmarkt immer noch als realistisch erscheinen.«