Erste REACH-Kandidatenliste veröffentlicht

Die erste von der ECHA veröffentlichte REACH-Kandidatenliste stellt die Distribution vor neue Herausforderungen. Der FBDi stellt jetzt einen konkreten Plan zum Informationsaustausch für alle Beteiligten vor.

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat eine Liste mit insgesamt 15 besonders besorgniserregenden Stoffen auf der ECHA-Webseite veröffentlicht. An der Erweiterung der Liste um zusätzliche SVHC-Stoffe (Substances of Very High Concern) wird noch gearbeitet.

Für alle Unternehmen entlang der Lieferkette bedeutet das: Mit der Veröffentlichung der Kandidatenliste werden die Informationspflichten für Unternehmen in der EU und im europäischen Wirtschaftsraum nach Artikel 33 der REACH-Verordnung relevant. Betroffene Unternehmen müssen sich ab sofort regelmäßig über die Neuzugänge auf der Kandidatenliste informieren.  
 
Der FBDi (Fachverband der Bauelemente Distribution e.V.) fordert von allen Beteiligten der Lieferkette größtmögliche Informationstransparenz. Mit einem konkreten Formatvorschlag, über den die Hersteller bis Jahresanfang entscheiden sollen, setzt der Verband einen weiteren Meilenstein im Zuge seiner REACH-Offensive. »Unsere Vision ist die Definition eines Standards, nach dem die Angaben zu REACH kosten- und ressourceneffizient erhoben und verarbeitet werden können«, erklärt Wolfram Ziehfuss, Geschäftsführer des FBDi. Die Idee: Ein XML-Format zum Informationsaustausch nach Artikel 33, das speziell auf die Belange der Elektronik-Industrie abgestimmt ist.

Ein einheitliches Format auf XML-Basis

Als Partner hat sich der FBDi die TechniData ins Boot geholt, die entsprechendes Know-how in Umweltbelangen bietet. Der Vorschlag für die Industrie lautet »CfP-XML« als IEC-konformes Datenaustauschformat auf XML-Basis zur Materialdeklaration, das auch die Automotive und Electronics Formate IMDS, AIAG, IEEE und IPC PDF 1752 unterstützt. Es beinhaltet ein einheitliches XML-Format zur Datenbeschaffung, das die Generierung eines technisch verwertbaren Datenfiles unterstützt. Dieses wiederum könnte dann in weiteren IT-Systemen verarbeitet werden.