»Einkäufer für Einkäufer«

Auf drei unterschiedlich wichtigen Standbeinen ruht das Geschäft des Independent-Distributors ixes AG. Nach Umsätzen am wichtigsten ist laut Gerd Brügel, CEO der ixes AG, die Bauelemente-Beschaffung als Einkaufsservice für Kunden. »Wir agieren sozusagen als externer ›Einkäufer für Einkäufer‹, um für OEMs möglichst günstig weltweit einzukaufen«, so Gerd Brügel im Gespräch mit Markt&Technik.

Ein überaus wichtiger Bereich ist das Überbestandsmanagement. Neuestes, allerdings noch kleines Standbein ist die Franchise-Distribution. 

Markt&Technik: Auf Ihrer Webseite werben Sie mit »independent «. Nun haben Sie aber mit Amulet und Aker Distributionsverträge abgeschlossen. Trifft »independent « für Sie also noch zu? Ist Vertragsdistribution für Sie völliges Neuland? Und was planen Sie für die nahe Zukunft – wird’s bald weitere Vertragspartner geben?
Gerd Brügel: Mit Franchise- Distribution erwirtschaften wir derzeit nur einen sehr geringen Teil des Umsatzes, die Bezeichnung »independent« ist also schon korrekt. Für uns ist im Gegensatz zu vielen typischen Brokern – wir selbst erwirtschaften damit lediglich 15 Prozent unseres Umsatzes – die Franchise-Distribution kein Neuland, waren wir doch lange Jahre in Marketing und Vertrieb in der Franchise-Distribution tätig und kennen diesen Bereich. Mit dem Quarzspezialisten Aker hat unsere US-Tochter seit zwei Jahren einen Franchise-Vertrag, im März 2008 kam Amulet dazu. Was den Ausbau der Vertragsdistribution angeht, ist zumindest 2008 keine Ausweitung auf weitere Vertragspartner geplant. Jetzt gilt es erst einmal, den Markt mit Amulets Grafiklösung zu bedienen – für zwei Jahre haben wir übrigens in Europa die exklusiven Vertriebsrechte.

Warum gerade Amulet?
Der fabless-Halbleiterhersteller Amulet ist hier nicht sehr bekannt, existiert aber schon seit sechs Jahren. Unserer Überzeugung nach hat Amulet aber eine Menge Potenzial mit dem Grafikchip für Hausgeräte und die Medizintechnik. Das Besondere an dem Chip mit Coprozessor ist die Programmierbarkeit via HTML. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal lassen sich die Menüführungen für regional unterschiedliche Kundenwünsche einfach und schnell anpassen. Momentan adressiert die Lösung nur monochrome Displays, bald wird sie auch farbfähig sein, Touch ist ebenfalls möglich. Mit einigen Kunden haben wir schon diverse Projekte laufen, bis zur Marktreife muss man in diesen Branchen aber durchaus mit bis zu drei Jahren rechnen.