Boom elektronischer Kataloge - Stagnation bei Auktionen

Zum fünften Mal hat der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) das »BME Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung 2008« herausgegeben. 119 Unternehmen haben sich beteiligt, darunter 65 Großunternehmen und 54 KMU. Die Analyse erfolgte durch die Universität Würzburg.

Nach dem »BME Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung 2008« erzielen die Unternehmen nachweislich Erfolge im Einsatz mit Internet-basierten Tools für die elektronische Beschaffung. Die Prozesskosteneinsparung liegt durchschnittlich zwischen 15 und 35 Prozent.

Der Einsatz elektronischer Kataloge ist inzwischen für viele Betriebe Standard: 69 Prozent setzen E-Catalogs in der Praxis ein, 21 Prozent befinden sich in der Plan- und Einführungsphase. 10 Prozent verzichten derzeit noch auf den Einsatz. Nach wie vor besteht ein großer Unterschied: 80 Prozent der »Großen« sind seit mehreren Jahren dabei, längere Erfahrung weisen nur 54 Prozent der KMU auf.

In Sachen »E-Sourcing« (Ausschreibungen/Auktionen) konzentrieren sich Unternehmen vorwiegend auf Ausschreibungen, um die Prozesseffizienz und -transparenz zu erhöhen. Nur noch 27 Prozent verzichten auf elektronische Ausschreibungen. Immerhin ein Drittel der Unternehmen schreibt bereits zwischen 25 und 75 Prozent des relevanten Beschaffungsvolumens elektronisch aus.

Die Nutzung von Auktionen scheint aktuell zu stagnieren: Knapp die Hälfte aller Unternehmen zieht dieses Instrument überhaupt nicht in Betracht. Eindeutiger Trend: Lieferantenbewertung. 46 Prozent der Unternehmen steuern bereits mindestens 75 Prozent ihrer strategischen Lieferanten über ein Bewertungssystem. Gemessen an der Anzahl der gesamten Lieferanten haben 80 Prozent der Unternehmen bis zu 30 Prozent ihrer Supplier und 16 Prozent der Unternehmen mehr als 50 Prozent ihrer Supplier integriert. 29 Prozent glauben, auf den Einsatz entsprechender Tools verzichten zu können.