Avnet kauft Abacus

Patrick Zammit, Avnet: »Die Produktionskapazitäten hinken dem Niveau des Jahres 2007 drastisch hinterher.«

Schon seit geraumer Zeit wurden die Übernahmebedingungen verhandelt - nun ist man sich einig geworden: Die Avnet-Tochter Electron House übernimmt die englische Abacus Group.

Avnet hat durch seine 100-prozentige Tochter Electron House bekannt gegeben, dass das Übernahmeangebot für die Abacus Group für auflagenfrei erklärt worden ist. Wie schon im Vorfeld angekündigt, werden alle Aktionäre von Abacus 0,55 Pfund pro Aktie erhalten. Damit beläuft sich der Equity-Anteil auf rund 61 Mio. Dollar, was einem Transaktionswert von 141,6 Mio. Dollar entspricht. Die angenommenen Nettoverbindlichkeiten liegen, Stand 30. September 2008, bei 80,6 Mio. Dollar. Seit Bekanntgabe der Transaktion Anfang Oktober 2008 ist der Kaufpreis um rund 20 Prozent zurückgegangen. Ursache dafür ist die zunehmende Dollarstärke gegenüber dem britischen Pfund.

Abacus, so der vorläufige Plan, soll in Avnet European Electronics Marketing integriert werden. »Die Übernahme von Abacus passt strategisch hervorragend in unser gegenwärtiges Geschäftsmodell, mit Schwerpunkt auf technischem Support für eine breite Basis kleiner und mittelgroßer Kunden«, erläutert Harley Feldberg, Global President Avnet Electronics Marketing.

Eine Verdoppelung des IP&E-Geschäfts (Interconnect, Passive & Electromechanic) und eine signifikante Verbesserung der Marktposition in Großbritannien sowie im Display- und Embedded-Sektor sind laut Feldberg weitere Pluspunkte der Akquisition. Abacus ist mit Niederlassungen in zehn europäischen Ländern vertreten und erzielte im Fiskaljahr 2008, das am 30. September 2008 endete, einen Gesamtumsatz von über 400 Mio. Dollar.