Die Top-10-Fragen zu REACH

Dietmar Veith, International Senior Product Lead (SePO) von Farnell, hat die FAQs zur REACH-Verordnungsreform zusammengefasst.

Auf wie viele Chemikalien bezieht sich REACH?

Im Augenblick bezieht sich die Verordnung auf rund 30.000 Stoffe in Mengen von mindestens 1 Tonne pro Jahr pro Lieferant. Sie bezieht sich außerdem auf alle neue Chemikalien.

Was ist von REACH betroffen?

»Substanzen« (Chemikalien), »Präparate« (Mischungen oder Lösungen aus verschiedenen Stoffen) sowie »Erzeugnisse« (Ausrüstung, Produkte, Unterbaugruppen, Komponenten, Teile und Einheiten, die eine »besondere Form, Oberfläche oder ein Design aufweisen, die deren Funktion in größerem Maße als ihre chemische Zusammensetzung bestimmt« – so ist Ton beispielsweise ein »Präparat« und eine Tontasse ein »Erzeugnis«).

Welches Ziel verfolgt REACH?

REACH dient dem Schutz der Gesundheit und Umwelt. Leider nehmen Allergien, Asthma, bestimmte Arten von Krebs sowie Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane in Europa ständig zu. Es kann gut möglich sein, dass Chemikalien hierfür eine der Ursachen sind. Mit REACH soll außerdem die Wettbewerbsfähigkeit des Chemiesektors der EU gesteigert werden, indem Innovationen und verbesserte Sicherheitsnormen für entsprechende Produkte gefördert werden.

Ersetzt REACH bereits existierenden Vorschriften?

REACH ersetzt 40 bestehende Vorschriften.

Was bedeutet REACH für mein Unternehmen?

In folgenden Fällen wird sich REACH auf Ihr Unternehmen auswirken:

1. Herstellung oder Import von chemischen Stoffen oder Mischungen aus verschiedenen chemischen Stoffen (wie beispielsweise Farben, Klebstoffe, usw.).

2. Produktion oder Import von Erzeugnissen, wie beispielsweise Elektronikkomponenten, Unterbaugruppen, Spielzeug usw., die besonders Besorgnis erregende Stoffe enthalten (eine Registrierung ist bei >0,1 Prozent nach Gewicht und >1 Tonne pro Jahr erforderlich), bzw. Stoffe umfassen, die während ihrer Verwendung oder während des Recyclings absichtlich freigesetzt werden bzw. wo eine Freisetzung halbwegs vorhersehbar ist (wie beispielsweise Tinte oder Parfüm, in dem Fall ist eine Registrierung bei einer Menge von >1 Tonne pro Jahr erforderlich).

3. Verarbeitung von Chemikalien oder Mischung von Präparaten für die Endnutzung (wie beispielsweise Reinigungsmittel, Farben oder Motoröle) oder professioneller Gebrauch solcher Produkte. In dem Fall sind Sie ein so genannter »nachgeschalteter Anwender«.