Die „All-inclusive“-Steuerung

Mitsubishi stellt auf der Hannover Messe ein neues Steuerungskonzept vor, das SPS, Motion Control, CNC und Robotik vereint. Motiv der Neuentwicklung war, die Anschaffungs- und Betriebskosten auf der Fertigungsebene zu senken.

Mitsubishi stellt auf der Hannover Messe ein neues Steuerungskonzept vor, das SPS, Motion Control, CNC und Robotik vereint. Motiv der Neuentwicklung war, die Anschaffungs- und Betriebskosten auf der Fertigungsebene zu senken.

Neben höherer Produktivität, besserer Qualität, einfacher Umrüstung und Erweiterung verlangen die Anwender von den Steuerungsherstellern zunehmend auch geringere Kosten bei Inbetriebnahme, Wartung und Betrieb. Auf diese Anforderungen reagierte Mitsubishi Electric jetzt mit der Entwicklung der iQ Plattform.

Der Gedanke, die unterschiedlichen Steuerungsfunktionalitäten zusammenzuführen ist nicht neu: Schon 1990 brachte Mitsubishi eine Kombination aus SPS und Motion Controller auf den Markt. Daraufhin folgte die Entwicklung der „Melsec System Q Steuerung“, die bereits SPS, Motion Control, PC-Welt und IT-Anbindung auf einer Plattform verband. 2005 wurde letztlich zur vertikalen Verlinkung zwischen Host-Controller und Produktions-Ebene das MES-Interface entwickelt und das e-Factory Konzept geboren.

Als weiteren Meilenstein sieht Mitsubishi jetzt die Einführung der iQ Plattform, die nun auch eine CNC- und Roboter-Steuerung auf der gemeinsamen Plattform mit einbindet.

Der High-Speed-Bus

Bislang konnte der Anwender aufgrund der Modulbauweise der Melsec System Q die Komponenten – CPUs, Netzteile, E/A-Module, Sonder- und Netzwerkmodule – auf seine Anwendung hin abstimmen. Die einzelnen CPUs – bis zu vier Prozessoren für Steuerung, Datenverarbeitung, Motion Control und Kommunikation – teilten sich einen Systembus. Jede CPU konnte über den Systembus uneingeschränkt auf E/Aoder Netzwerkmodule zugreifen.

Bei der Neuentwicklung bestand das Problem allerdings darin, dass der Systembus der konventionellen Melsec System Q der Geschwindigkeit der weiterentwickelten CPUs nicht gewachsen war. Daher erfolgte die Neuentwicklung eines Hochgeschwindigkeitsbusses und eines Synchronisationssystems für den Multi-CPU-Betrieb, das folgende Eigenschaften besitzt:

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