Dialog Semiconductor: herbe Umsatzeinbußen, hohe Verluste

Der Umstieg von der 2G- zur 3G-Technologie im Handy-Bereich und der Wettbewerbsdruck im Bereich der Displaytreiber-ICs hat im 3. Quartal für Dialog Semiconductor zu einem Rückgang der Umsätze auf 14,9 Mio. Euro geführt (Q3/05: 39,9 Mio. Euro).

Auch der operative Verlust hat sich wie erwartet entwickelt: Er beläuft sich im 3. Quartal auf 6,2 Mio. Euro (Q2/06: 5,1 Mio. Euro Verlust). Der Nettoverlust für das 3. Quartal beträgt sogar 18,1 Mio. Euro und spiegelt die Auswirkungen der beiden folgenden Einmalbelastungen wider: Zum einen hat Dialog in diesem Quartal die in Q2 angekündigten Kostenreduzierungsmaßnahmen in seinem Fertigungsbereich umgesetzt. Zum anderen ist ein hoher Anteil des Nettoverlustes (7,6 Mio. Euro) auf die Insolvenz von BenQ Mobile GmbH, Deutschland zurückzuführen. Noch ist jedoch die Insolvenz kein Thema: Per 30. September 2006 beliefen sich die flüssigen Mittel auf 41,3 Mio. Euro, gestärkt durch einen Nettozufluss von 4,2 Mio. Euro. Dialog ist weiterhin schuldenfrei.

Wie geht es weiter? Dialog investiert nach wie vor in erheblichem Umfang in seine Strategie, sich neu aufzustellen, um 2007 zu Wachstum zurückkehren zu können. Dazu gehören die Ausrichtung der Vertriebsbemühungen auf profitablere Bereiche und Kosteneinsparungen. Die Produkte von Dialog für die Automobilbranche und den industriellen Bereich stellen nach wie vor eine stabile Einnahmequelle auf Basis langfristiger Vertragsbeziehungen dar. Die Entwicklung neuer Produkte verlaufe planmäßig, meldet das Management. Unlängst sei die erste Kundenauslieferung eines innovativen Displaytreibers für E-Ink-Displays erfolgt. Mit dem Beginn der Auslieferung neu entwickelter Powermanagement- und Audioprodukte werde für das erste Halbjahr 2007 gerechnet.

Dialog-CEO Dr. Jalal Bagherli kommentierte die Ergebnisse so: »Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass wir dank unserer Strategie 2007 zum Wachstum zurückkehren wird. Wir werden unser Unternehmensmodell verfeinern, unsere Kosten senken und uns verstärkt auf die Entwicklung neuer, profitablerer Produkte konzentrieren. Auf diese Weise möchten wir eine nachhaltige Plattform für langfristige Erträge schaffen, wie sie die verbesserten Aussichten bei 3G-Produkten erwarten lassen.«