Deutscher Bauelemente-Markt im Nord-Süd-Konflikt

Wie sieht eigentlich der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt nach Regionen oder Bundesländer aufgeteilt aus? Gemeinhin wird gerne vermutet, der Schwerpunkt des deutschen Elektronikmarktes – und damit des Bauelementeverbrauchs – läge im Süden der Republik. Um dieser interessanten Frage auf den Grund zu gehen, veranlasste der FBDi unter seinen Mitgliedern eine einmal jährlich stattfindende Markterhebung.

Wie sieht eigentlich der deutsche Bauelemente-Distributionsmarkt nach Regionen oder Bundesländer aufgeteilt aus? Gemeinhin wird gerne vermutet, der Schwerpunkt des deutschen Elektronikmarktes – und damit des Bauelementeverbrauchs – läge im Süden der Republik. Um dieser interessanten Frage auf den Grund zu gehen, veranlasste der FBDi unter seinen Mitgliedern eine einmal jährlich stattfindende Markterhebung.

Basierend auf dem Jahr 2006 ergab sich folgende prozentuale Verteilung nach Bundesländern beziehungsweise Postleitzahlgebieten (siehe auch Chart): Bayern, angereicht um Teile des 8er und 9er PLZ-Gebietes, die über die Freistaatsgrenzen hinausgehen (Thüringen, südöstliches Württemberg), bringt es auf über 30 Prozent. Das Ländle kommt auf gut 20 Prozent. Somit stimmt schon mal die erste Vermutung – der Süden dominiert. Schon mit einigem Abstand folgt das Gebiet Hannover, Magdeburg, Kassel, Bielefeld – auch als PLZ 3 bekannt – mit knapp 12 Prozent des Bauelementeverbrauchs. Danach kommen PLZ 6 (Südhessen, Südpfalz, Saarland) und PLZ 4 (Niederrhein, Ruhr, Münster/Osnabrück) mit rund 8 Prozent. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf PLZ 0 (überwiegend Sachsen) mit 6,7 Prozent, PLZ 5 (Nordpfalz, Rheinland, Sauerland) mit 5,9 Prozent. Schlusslichter mit je 4 Prozent sind Hamburg/Bremen/Schleswig-Holstein und Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern.

Eine qualitative Wertung von Kundenstandorten ist diese Statistik natürlich nicht, nur ein Einblick, wie das Potential der Elektronikindustrie hierzulande regional verteilt ist und eine Hilfestellung für die Distributoren, um ihre eigene regionale Aufstellung zu hinterfragen.

8,9Bayern, Thüringen, Südost-BW30,7%
7Baden-Württemberg20,4%
6Südhessen, Südpfalz, Saarland

8,2%

5Nordpfalz, Rheinland, Sauerland5,9%
4Niederrhein, Ruhr, Münster/Osnabrück8,1%
3Nordhessen, Ostwestfalen, Hannover, Magdeburg11,9%
2Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen4,2%
1Berlin, Brandenburg Meck-Vorpommern4,0%
0Sachsen, Cottbus, Halle, Gera6,7%