Deutsche sind Europameister bei Patentanmeldungen

207 300 Patentanmeldungen wurden 2006 beim Europäischen Patentamt (EPA) eingereicht. Das sind mehr als jemals zuvor. Deutschland ist ganz vorn mit dabei.

24 900 Patentanmeldungen kamen im vergangenen Jahr aus Deutschland. Im europäischen Vergleich sind die Deutschen dabei ganz vorn, gefolgt von Frankreich (8010) und den Niederlanden (7400). Die meisten Patentanmeldungen weltweit meldeten die USA beim EPA an (34 800).

Allerdings könne von der Zahl der Anmeldungen nicht auf die Innovationskraft eines Landes geschlossen werden, sagte Wolfram Förster vom Europäischen Patentamt.

In Asien war Japan mit 22 140 Patentanmeldungen klare Nummer 1 vor Korea (4595) und China (720). Im Vergleich zum Vorjahr legten diese Länder ebenfalls zu.

Die meisten Patente meldeten Unternehmen an. Dabei stand Philips mit 4425 Anmeldungen an der Spitze, gefolgt von Samsung (2355) und Siemens (2319). Unter die zehn Firmen mit den meisten Patentanmeldungen schafften es auch BASF und die Robert Bosch GmbH.

Die Branchen in denen besonders viele Patente angemeldet wurden, waren neben der Medizintechnik, der Nachrichtentechnik und den elektronischen Bauelemente auch die Organische Chemie und Makromolekulare Verbindungen (Kunststoffe, Farb- und Aromastoffe).

Insgesamt wurden im Jahr 2006 fünf Prozent mehr Patente beim EPA angemeldet als im Jahr 2005 und damit mehr als jemals zuvor. Auch für dieses Jahr wird ein Anstieg von fünf Prozent erwartet.

Ein Problem bleiben die langen Bearbeitungsfristen der Patente. Zwar konnte die Zeit zwischen Antrag und Erteilung von 45 auf 44 Monate gesenkt werden. Ziel seien jedoch 36 Monate. (dpa)