»Jack Raper Award for Outstanding Technology Directions Paper« Deutsche Forscher für medizinische Bildsensoren ausgezeichnet

Ein deutsches Forscherteam ist in San Francisco für die Vorstellung neuartiger Bildsensor-Technologien für die Medizin mit dem »Jack Raper Award for Outstanding Technology Directions Paper« ausgezeichnet worden.

Das von Prof. Dr. Joachim Burghartz auf der International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) 2008 präsentierte Papier »CMOS Imager Technologies for Biomedical Applications« beschreibt die erfolgreiche Entwicklung neuer Bildsensor-Chips für künftige Anwendungen in der Biomedizin. Der Preis würdigt die Leistungen des Instituts für Mikroelektronik Stuttgart auf dem Gebiet der implantierbaren Retina-Sensor-Chips, die es blinden Menschen ermöglichen sollen, ihre Sehkraft mehr oder weniger zurückzuerlangen.

Daneben wurden auch die Entwicklungsarbeiten für winzige Bildsensoren geehrt, die es möglich machen, kleinste Videokameras zu bauen, die in schluckbare »Videopillen« und in neue Endoskope integriert werden können.

Die ISSCC-Konferenz wird von der Solid-State Circuits Society des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) veranstaltet. Der »Jack Raper Award« wurde zuletzt im Jahr 2003 an eine Gruppe deutscher Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft und von vier Industriefirmen, darunter Siemens, verliehen.

Das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) betreibt wirtschaftsnahe Forschung auf dem Gebiet der Mikroelektronik in den Bereichen Silizium-Technologie, Anwenderspezifische Schaltkreise (ASIC), Photolithografie und Bildsensorik. Das Institut ist als Mitglied der baden-württembergischen Innovationsallianz Partner zahlreicher kleiner und mittlerer Unternehmen insbesondere in Baden-Württemberg. Außerdem arbeitet es mit führenden Halbleiterunternehmen und Zulieferern zusammen.