Anwenderforum Stromversorgung 2018 Programm ist online

Power Sourcing – Anwenderforum Stromversorgung
Power Sourcing – Anwenderforum Stromversorgung

Bereits zum dritten Mal veranstalten die beiden Medien DESIGN&ELEKTRONIK und Markt&Technik am 21. Februar 2018 das Anwenderforum Stromversorgung in der Hochschule München. Das Programm ist nun online!

»Wenn das Herz nicht schlägt, dann ist das keine Funktionseinschränkung. Dann sind Sie tot!« Auf diese kurze Formel brachte Bernhard Erdl, President von PULS und einer der renommiertesten deutschen Schaltnetzteilentwickler, beim ersten Anwenderforum Stromversorgung 2016 auf den Punkt, welche herausragende Bedeutung die Stromversorgung für ein System hat.

Da aber die meisten Systementwickler keine Stromversorgungsspezialisten sind, brauchen sie Hilfestellung bei der Auswahl einer Stromversorgung für ihr System. Ziel dieses Anwenderforums ist es daher, Elektronikentwickler auf die verschiedenen Aspekte bei der Auswahl hinzuweisen, und mit welchen Fragen – und welchen Zusatzinformationen – sich das Gespräch mit dem ausgewählten Stromversorgungslieferanten von Beginn an effizient und zielgerichtet gestalten lässt, um die Time-to-Market so kurz wie möglich zu halten.

Die Eröffnungs-Keynote hält Hermann Püthe, Geschäftsführender Gesellschafter von inpotron Schaltnetzteile und Spezialist für kundenspezifische Stromversorgungen. Den Nachmittag eröffnet Michael Heinemann, Geschäftsführer von Phoenix Contact Power Supplies. Er behandelt das Thema »Stromversorgungen im Zeitalter von Industrie 4.0«.

Dass es »mehrere Wege nach Rom gibt«, beleuchtet Udo Schweizer, Field Application Engineer bei TDK-Lambda Germany. Sein Vortragstitel lautet »Eine Aufgabe – drei Lösungswege: Einzelnetzteile, konfigurierbare Stromversorgung oder Distributed Power Architektur«. An einem konkreten Rechenbeispiel stellt er die Stärken und Schwächen der drei unterschiedlichen Lösungskonzepte gegenüber. Dabei betrachtet er sowohl technische Aspekte wie Wirkungsgrad, Raumbedarf und Kühlung, EMV oder Ausfallsicherheit als auch kommerzielle Aspekte wie Entwicklungszeit, notwendige Ressourcen und nicht zuletzt Kosten.

Der Wirkungsgrad ist der Schlüsselparameter für die Qualität einer Stromversorgung. Doch wie so oft bei wichtigen Kenngrößen gibt es weder eine einheitliche Messmethode noch einen einheitlichen Messaufbau. Erschwerend kommt hinzu, dass der Wirkungsgrad von der Eingangsspannung, dem Laststrom und der Umgebungstemperatur abhängt. Auch in den Datenblättern geben die Hersteller diesen Parameter für ganz verschiedene Arbeitspunkte an, sodass ein Datenblattvergleich quasi unmöglich wird. Benjamin Stoll von inpotron hat 13 leiterplattenmontierbare DC/DC-Wandlermodule durchgemessen, und präsentiert auf dem Anwenderforum gemeinsam mit Ralf Higgelke, Redakteur bei der DESIGN&ELEKTRONIK und ehemaliger Stromversorgungsentwickler, die Ergebnisse und vergleicht diese mit den Datenblattwerten.

Netzteile müssen die von ihnen versorgte wertvolle Elektronik auch vor Gefahren aus dem Stromnetz schützen. Andererseits müssen sie sich auch selber vor abnormen Betriebsbedingungen schützen und kurzfristige Überlasten abpuffern können. Torsten Keinath, Entwicklungsleiter bei inpotron, beleuchtet das Thema »Inrush Current! Ist das wirklich wichtig?«. In seinem Vortrag erläutert Harald Weinmeier von LECO, wie ein intelligentes Netzteildesign für kurzfristige Überlast Baugröße und Kosten spart. Und Frank Stocker von Schukat und Dr. Wen Wu von Mean Well betrachten den Überstromschutz nach unterschiedlichen Normen und Applikationen.