Neue Wandler und Netzteile Potenzial zum Stromsparen

Nicht nur aus Kostengründen ist es höchste Zeit, alte Energieverschwender auszusondern und modernere Geräte einzusetzen. Das gilt nicht nur für die üblichen Verdächtigen wie Glühlampen, Elektromotoren und etliche Elektroniksteuerungen, sondern auch für DC/DC-Wandler und Netzteile.

Besonders leicht fündig wird der energiebewusste User in Schaltschränken für Steuerungsanlagen. Hier finden sich, meist auf engem Raum zusammengedrängt, all die Geräte, die Aufzüge und Maschinen, Förderanlagen, Produktions- und Laborausrüstungen steuern – Seite an Seite mit deren Stromversorgungsgeräten. Wer hier noch auf alte Ausrüstungen mit Linearregler stößt, sollte diese unverzüglich in den Ruhestand schicken. Aber auch Schaltnetzteile können je nach Ausführung ein signifikantes Potenzial zum Stromsparen beherbergen.

Auch aus der Perspektive des Anlagenherstellers und Systemintegrators ist es angeraten, der Energieeffizienz der verbauten Komponenten mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Denn die Modelle von Anno Tobak mögen sich gut bewährt haben – der energiebewusste, weil informierte, Endkunde wird einen notorischen Stromfresser im Schaltschrank seiner Anlagensteuerung nicht mehr gerne sehen. Das gilt auch umgekehrt: Die Verwendung einer hoch effizienten Stromversorgung macht sich gut als Verkaufsargument. Zudem ist es wohl nicht ganz unwahrscheinlich, dass von der hohen Stromrechnung genervte Kunden zunehmend Nachrüstungsbedarf anmelden und damit die Nachfrage nach effizienteren Netzteilen beflügeln.

Kennwert Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist nicht nur eine Kennziffer unter vielen bei der Bewertung eines Stromversorgungsgeräts, sondern eigentlich die entscheidende. Denn ein guter Wirkungsgrad schlägt sich nicht nur ganz direkt in einer niedrigeren Leistungsaufnahme nieder, sondern hat auch Auswirkungen auf die Lebensdauer des Gerätes und den Aufwand, der für seine Kühlung veranschlagt werden muss. Je schlechter der Wirkungsgrad, desto mehr Strom kommt an den Ausgangsklemmen der Stromversorgung gar nicht an, sondern erwärmt das Gerät selbst, das aus eben diesem Grund dann auch noch intensiver gekühlt werden muss, was zusätzlichen Energieaufwand erfordert.

Übrigens ist bei allen Schaltschränken und Gehäusen darauf zu achten, dass die Abwärme des Lüfters für die Stromversorgung aus dem System heraus abgeführt wird. Denn wenn die Wärme zwar aus dem Schaltnetzteil oder dem DC/DC-Wandler hinausgeblasen wird, aber letztlich im Schaltschrank verbleibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das gesamte System bis zur Grenze des Zulässigen aufheizt und dann weitere Maßnahmen erforderlich macht. Das mag für den sorgfältigen Konstrukteur eine Selbstverständlichkeit sein, die Praxis lehrt jedoch etwas ganz Anderes.