Erneuerbare Energien Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg gegründet

In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (5. von links) wird das Institutsschild für das neue Helmholtz-Institut enthüllt
In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (5. von links) wird das Institutsschild für das neue Helmholtz-Institut enthüllt

Den erneuerbaren Energien kommt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zu. Um die Herausforderungen bei Forschung und Entwicklung anzugehen, hat das Forschungszentrum Jülich gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität und dem Helmholtz-Zentrum Berlin eine Kooperation ins Leben gerufen.

In Anwesenheit von Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und drei bayerischen Staatsministern haben die drei Partner in Nürnberg den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Kernstück der Kooperation ist das Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HI ERN), in dem die Partner ihre Kompetenzen auf dem Feld der regenerativen Energien zusammenführen. Das neue Institut, das auf dem Südgelände der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen entsteht, wird als Außenstelle des Forschungszentrums Jülich betrieben und soll mittelfristig 40 bis 50 Mitarbeiter haben.

Der Freistaat Bayern beabsichtigt, einen Forschungsneubau für das Institut zu finanzieren und in der Gründungsphase zusätzlich über einen Zeitraum von fünf Jahren den laufenden Betrieb zu unterstützen. Die Helmholtz-Gemeinschaft, die Anfang Juni durch eine Entscheidung ihres Senats grünes Licht für die Gründung des Instituts in Nordbayern gegeben hatte, fördert die Einrichtung mit jährlich 5,5 Millionen Euro für Personal, Betrieb und Investitionen.

Inhaltlich befasst sich das HI ERN zunächst mit zwei großen Schwerpunktthemen: der Erforschung druckbarer Photovoltaik und innovativen Methoden zur chemischen Energiespeicherung über Wasserstofftechnologien – beides zentrale Fragestellungen, wenn es um die breite und kostengünstige Nutzbarmachung von erneuerbaren Energien und den Erfolg der Energiewende in Deutschland geht.

Die beiden Helmholtz-Zentren in Jülich und Berlin steuern ihre Expertise auf den Gebieten der Materialforschung für solare Technologien sowie für die Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbarer Energie bei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Systemtechnologien rund um das Thema Wasserstoff. Die FAU wird ihre international anerkannte Material- und Prozessforschung für die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energiesysteme in das HI ERN einbringen.