D&E EditorsLab Tektronix MSO der Serie 5

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Titelbild: Displaydebugging auf dem UHD-Monitor mit dem Tektronix MSO der Serie 5

Zum Produktstart überraschte Tektronix mit einer ungewöhnlich unterhaltsamen PR-Kampagne: Verschiedene Anwender zeigten sich sehr beeindruckt von der, dem Zuschauer bis zuletzt verborgenen, Oszilloskopfront. Der Praxistest stellt das Gerät in den Kontext einer gängigen Laboraufgabe.

Tatsächlich hat Tektronix mit dem MSO5 eine entscheidende Problematik aufgegriffen: Mit zunehmender M2M-Kommunikation und, der unter konvergierender Miniaturisierung, immer verteilteren Natur moderner Elektroniksysteme, wird im Debbuging das simultane Studium vieler Signale wichtig, wenn nicht sogar notwendig.

Dafür integriert die Oszilloskopneuheit acht Einschübe, die wahlweise einen Tastkopf für einen analogen oder eine Logikprobe für acht digitale Signalverläufe, erhalten.

Diese Signalvielfalt muss auch in adäquater Weise dargestellt werden. Ein Weg liegt zweifelsohne in einem großen, hochauflösenden Display, fein dargestellten Signalverläufen und dem bewussten Verzicht auf grelle Leuchtfarben in der Signaldarstellung. Konsequenterweise finden theoretisch beliebig viele Signalableitungen (mathematische Manipulationen wie Bussignale) auf dem Monitor Platz. Die einzige Limitierung stellt dabei der Speicher (optional bis zu 125 Mio. Punkte).

Auch das aktive HMI fällt auf höchster Abstraktionsebene, sowohl hard- als auch softwareseitig, daher deutlich reduziert aus. Die Implementierung einer Touchfunktion ist zwar sehr modern, aber im Tagesgeschäft zunächst nicht unmittelbar notwendig. Im Redaktionstest blieb die Eingabe der Wahl dann doch eine strukturkonservative Labormaus.

Evaluationsvoraussetzungen

Der einwöchige RoadTest evaluiert grundlegenste Funktionen einer frühen MSO58-Produktdemo (Juli 2017). Vollständige Spezifizierung und Funktionalität zeigt die Produktseite “MSO der Serie 5”. Die Erfahrungen mit der Produktdemo sind möglicherweise nicht generisch für die im Handel erhältlichen Geräte, da insbesondere Firmware-Updates das besprochene HMI stetig weiter entwickeln.