Messtechnik Ströme abgreifen

Was bei typischen Tastköpfen für Oszilloskope im Allgemeinen vernünftig gelöst ist, stellt Verwender von Stromzangen oft immer noch vor lästige Schwierigkeiten: der Kabelsalat. Strom-Probes benötigen häufig noch eine externe Spannungsversorgung, doch das muss nicht sein.

Die aktuellen Stromzangen der Typen »CP030A« und »CP031A« von Teledyne LeCroy liefern eine Auflösung bis zu 1 mA/div. So erlaubt eine einzige Stromzange die Messung von Strömen im Milliamperebereich bis zu maximalen kontinuierlichen Strömen von 30 A oder 50 A Spitzenstrom. Mit der Zange lassen sich Leitungen bis zu einem Durchmesser von 5 mm messen. Trotzdem sorgt das kompakte Design dafür, dass auch in eng bestückten Bereichen einer Schaltung gemessen werden kann. Die Bandbreiten betragen 50 MHz (CP030A) bzw. 100 MHz (CP031A).

Die Auflösung von 1 mA/div in Verbindung mit einer Genauigkeit von 1% für Gleich- und niederfrequente Ströme ermöglicht die detailliertere und präzisere Messung kleiner Ströme mit Oszilloskopen des Herstellers. Werden High-Definition-Oszilloskope der »HDO«-Serien zusammen mit den CP030/31A verwendet, so erhält der Anwender Messwerte von kleinsten Strömen in Kombination mit der 12-Bit Auflösung für Fehlersuche und -analyse.

Beide Stromzangen verwenden eine »ProBus«-Verbindung zum Oszilloskop. Der ProBus sorgt nicht nur für die Spannungsversorgung, sondern auch für eine aktive Kommunikation der Stromzange mit dem Oszilloskop. Dadurch wird der entsprechende Kanal des Oszilloskops automatisch in Ampere im richtigen Teilerverhältnis und daraus berechnete Leistungen bzw. Energien in Watt bzw. Joule angezeigt. Weiterhin kann mit dem ProBus eine Nullpunktseinstellung und eine Entmagnetisierung direkt aus dem Kanalmenü des Oszilloskops gestartet und durchgeführt werden.