Mobiles Messsystem Ein Oszi für Apple

Die Rechenleistung moderner Smartphones und Tablet-PCs ist – in Anbetracht der Baugröße – gewaltig. Wer noch nie ein entsprechendes Gerät in der Hand hatte, mag sich jedoch fragen, wozu das alles gut sein soll. Nun, wen all die eingebauten Möglichkeiten nicht überzeugen, dem mag vielleicht ein Zusatzgerät auf die Sprünge helfen, das aus einem »iPhone« oder »iPad« ein Fünfkanal-Mixed-Signal-Oszilloskop macht.

Die im April angekündigte Hard- und Software-Kombination »iMSO-104« von Oscium/Dechnia ist nun lieferbar und macht die Apple-Geräte zum Helferlein für Elektronik-Hacker. Das Oszilloskop-Modul, das an den Erweiterungsport angeschlossen wird, verfügt über einen analogen und vier digitale Kanäle. Die analoge Bandbreite beträgt laut Hersteller 5 MHz, die Abtastrate liegt bei 12 MHz. Die kostenlos im »App Store« erhältliche Software läuft auf »iPad«, »iPhone« und »iPod touch« mit mindestens iOS 3.1.3. Der Preis für Hardware und Zubehör liegt bei 297,99 US-Dollar.

Zur Bedienung kommen die typischen Mehrfingergesten zum Einsatz. So lässt sich der Analogtrigger durch Berühren der rechten Bildschirmseite und Auf- oder Abwärtsziehen einstellen. Die vertikale und horizontale Skalierung wie auch der Zoom funktioniert über das für i-Geräte übliche Zweifinger-Auseinanderziehen. Auch analoge und digitale Kanäle können Anwender durch einfaches Ziehen auf dem Touchscreen neu anordnen. Zum Lieferumfang gehören neben der MSO-Hardware ein 1x/10x-Analogtastkopf, fünf Logikanschlüsse (vier digital, ein Erde), SMD-Signalaufnehmer (vier digital, ein Erde), ein Schraubenzieher zur Feineinstellung der analogen Signalkompensation sowie zwei Abdeckungen für den analogen Tastkopf. Im Inneren der MSO-Hardware arbeitet ein »PSoC 3« von Cypress, das für die bidirektionale Kommunikation zwischen dem Oszilloskop und dem iOS-Gerät verantwortlich ist und die analogen und digitalen Signale vorverarbeitet.