Datenerfassung DMS per Funk

Das Auslesen von verteilten Sensoren in schwierigen Umgebungen ist dank Funkanbindung vergleichsweise einfach geworden. Ein neues Messmodul erlaubt auch das Einbinden rein analoger Datensammler.

Das mit 2,4-GHz-Funk ausgestattete Messmodul »V-Link-LXRS« von ZSE für Dehnungsmessstreifen (DMS) und Spannungen bietet nun eine Auflösung von 16 Bit. Es eignet sich zur kontinuierlichen Erfassung und verfügt über einen internen Speicher von 4 MByte.

Das Gerät bietet vier differentielle Eingänge für DMS und auf DMS-Brücken basierenden Sensoren, einen internen Temperaturkanal und drei zusätzliche Single-Ended-Eingänge für Sensoren mit Spannungsausgang. Die programmierbaren Messverstärker an den differentiellen Eingängen erlauben Messbereiche von ±70 mV bis ±100 µV in zehn Stufen. Zur Sensorversorgung liefert das V-Link eine 3-V-Gleichspannung.

Der interne aufladbare Li-Ion-Akku mit einer Kapazität von 650 mAh erlaubt eine lange Messdauer ohne Ladezyklen. Alternativ ist es aber auch möglich, eine externe Spannungsquelle zur langfristigen unbeaufsichtigten Datenerfassung zu verwenden.

Das Modul sendet die Messwerte auch simultan mit anderen »MicroStrain«-Wireless-Modulen zur Basisstation oder legt sie im Speicher ab. Sollte einmal keine Funkverbindung möglich sein, werden die Daten zwischengespeichert und bei erneuter Funkverbindung gesendet. Basisstationen sind mit USB, RS-232 oder analogen Ausgängen ausgerüstet. Auch ein Modell mit Ethernet-Anschluss und Onlineverbindung in die Cloud (www.sensorcloud.com) ist lieferbar. Der kostenlose Account auf dem Sicherheitsserver bietet Analysetools, Scripting, programmierbare Alarme, mathematische Funktionen sowie Anzeige und Download der Daten.

Mit der mitgelieferten Windows-Software kann der Benutzer das gesamte Funknetzwerk parametrieren, die synchrone Erfassung oder das Datalogging starten sowie die Daten anzeigen lassen oder im ASCII-Format exportieren.