National Instruments Die VirtualBench-Entwicklung

Seit zwei Jahren vertreibt National Instruments das Universalgerät »VirtualBench«. Der Entwicklungsleiter lässt die Herausforderungen und Erkenntnisse beim Entwurfsprozess Revue passieren.

Viele Designbereiche motivieren die Vereinigung separater Systeme mit Markt- und Technologieargumenten. Bei der Entwicklung eines neuen Universalgerätes für den Elektroniksektor birgt diese Technologiekonvergenz eine Reihe neuer Herausforderungen. Das Gerät soll »Mixed-Signal«-Oszilloskop, Digitalmultimeter (DMM), Funktionsgenerator und regelbares Netzteil in einem möglichst kleinen Gehäuse unterbringen. Und trotz kosteneffizienter Komponenten soll hervorragende Messqualität erreicht werden.

Der Artikel behandelt die Herausforderungen bei der Entwicklung und die daraus abgeleiteten Erkenntnisse. Im Weiteren erläuterte Architekturentscheidungen sind für künftige Designprojekte hilfreich. Das verlässliche Kompaktgerät trägt den Namen »VirtualBench«.

Entwicklungsstrategie: Ganzheitliche Planung

Die Entwickler besaßen keine Expertise darin, Einzelgeräte in geringem Abstand zu platzieren: Nur wenige Millimeter neben dem rauschempfindlichen Oszilloskop sollte das regelbare 50-W-Netzteil unterkommen. Das Oszilloskop schloß zudem an den heißlaufenden Prozessor und das temperaturempfindliche Digitalmultimeter an. Die Auswirkung jeder Entwurfsentscheidung auf das Gesamt­system musste im Auge behalten werden. Die klassische Aufteilung in Forschungs- und Entwicklungsarbeitsgruppen steiger­te das Misserfolgsrisiko drastisch.
Die Technologiekonvergenz forderte die Entwicklergruppen zu enger Zusammenarbeit und gemeinsamer Verantwortung der Systementwicklung. So konnte die Designanforderung im Veröffentlichungszeitrahmen erfüllt werden. Unabhängig von der Projektgröße ist es vorteilhaft, gemeinsame Entwicklungsziele mit allen beteiligten Arbeitsgruppen festzulegen. Bei VirtualBench stärkte dies nicht nur das Vertrauen in die Zusammenarbeit, sondern steigerte die Produktivität und senkte die Entwicklungsrisiken.