Vector Consulting Studie zu technischer Produktentwicklung

Welche Themen, Technologien und Trends sind in 2013 wichtig? Wohin geht die Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen? Vector Consulting Services hat mit Kunden aus Technologieunternehmen gesprochen, um auszumachen, welche Themen wichtig sind.

Mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sind 2013 erforderlich, denn das Geschäftsklima ist fragiler als zuvor. Das ist das Ergebnis einer Studie von Vector Consulting Services, die ab sofort kostenlos online verfügbar ist. Weitere Schlussfolgerungen sind: Die Unternehmen investieren weiterhin in Wachstum mit Innovationen durch die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen, denn davon hängt ihre Marktposition ab. Gleichzeitig sind sie sich der volatilen Marktsituation bewusst und stellen folglich ihre Entwicklungsteams weltweit so schlank und effizient auf wie möglich.

Oftmals vermieden sie jedoch Veränderungen und Innovationen, da es »ganz gut lief« und die Teams ausgelastet waren. Das war ein Fehler, denn Produktportfolios sollten antizyklisch angepasst werden. Nun sitzen die Daumenschrauben wieder fester. Zulieferer berichten von Preisdruck zwischen drei und zwölf Prozent für die gleiche Leistung über ein Jahr betrachtet. Schnell, wirksam und trotzdem flexibel zu agieren ist daher eine klare Priorität für Entwicklungsteams und Business Units.

Vector Consulting Services hat die vier folgenden Trends herausgearbeitet und mit Empfehlungen aus den Erfahrungen aus laufenden Projekten angereichert:

1. Mit verteilten Teams erfolgreich entwickeln

Bereiten Sie Ihre verteilten Teams und das »Right-Shoring« intelligent vor: Risikomanagement, Lieferantenauswahl, Kollaborationswerkzeuge, optimierte Prozesse, transparentes Controlling. Setzen Sie klare Verbesserungsziele und messen Sie vorher festgelegte Nutzenpotenziale. Sorgen Sie für eine hohe Disziplin bei verteilten Teams, indem Sie die Projekte und Arbeitsergebnisse transparent machen.

Nutzen Sie spezifische Methoden und dazu passende Werkzeuge für genau Ihre Randbedingungen. Bauen Sie die Kompetenzen in Richtung verteilter Entwicklung und Soft-Skills aus. Beispielsweise die Nutzung verschiedener Kommunikationsformen, statt nur Mails.

2. Entwicklung verschlanken

Stellen Sie ihre Projekte auf den Prüfstand: Wo gibt es Reibungsverluste, was demotiviert Teams, wo werden Arbeitsergebnisse nachbearbeitet? Optimieren Sie Workflows und die zugehörigen Werkzeuge schrittweise, mit einer übergreifenden Strategie, inkrementellen Zielen und einer zukunftsfähigen IT-Architektur. Setzen Sie konkrete Verbesserungsziele auf Quartalsbasis.

Schulen Sie Ihre Mitarbeiter in »Lean Development«. Geben Sie den einzelnen Teams die Aufgabe, einen eigenen Maßnahmenkatalog zur Reduzierung von Verschwendung, Nacharbeit und Schnittstellenkonflikten auszuarbeiten – mit Bezug zu den unternehmensweiten Effizienzzielen. Bewerten Sie Ihre Effizienz beispielsweise mittels Umsatz pro Entwickler, Durchlaufzeit, Fehlerentdeckungsraten und -kosten. Achten Sie darauf, dass agile Techniken nicht zu Beliebigkeit führen. Wenden Sie professionelles Veränderungsmanagement an.

3. Funktionsorientiert und architekturbasiert entwickeln

Schaffen Sie zuerst die Voraussetzungen für Durchgängigkeit mit einem starken Systems Engineering sowie einer konsistenten Modellierung von Funktionen und der Architektur. Unterstützen Sie die Schnittstellen zu den verschiedenen Gewerken durch Nachverfolgbarkeit, Konsistenzprüfung und Automatisierung.

Bereiten Sie modellbasierte Entwicklung intelligent vor: Schrittweise Einführung, Fokus auf kritische Komponenten, Durchgängigkeit von Anforderungen zum Code und zu den Testfällen, Anpassung der eigenen Prozesse. Setzen Sie nicht primär auf Tools, sondern auf durchgängige Prozesse und systematische Methodik – die verstanden und gelebt wird. Nutzen Sie durchgängige Werkzeuge, um verschiedene Abstraktionsebenen zusammenhängend zu modellieren, von der Funktion zur Logik, zur Architektur bis zur Realisierung.

4. Funktionale Sicherheit durchgängig umsetzen

Definieren Sie Sicherheitsanforderungen, Maßnahmen und Absicherung frühzeitig und durchgängig aus Systemsicht. Brechen Sie sie erst dann auf Komponenten und Funktionen herunter, wenn die Architekturauswirkungen analysiert sind. Binden Sie Zulieferer und Kunden in das Gesamtkonzept zur funktionalen Sicherheit ein.

Reduzieren Sie die Kosten funktionaler Sicherheit durch durchgängige Modellierung, frühzeitige Fehlerentdeckung und Wiederverwendung. Optimieren Sie parallel dazu Ihre Entwicklungsprozesse hin zu mehr Effizienz. Kopieren Sie nicht die Methoden aus dem Standard, sondern nutzen Sie die Safety-Erfahrungen beispielsweise von Vector und dessen Safety-Check, um funktionale Sicherheit schlank und trotzdem durchgängig umzusetzen.